{"id":285,"date":"2022-12-08T23:27:54","date_gmt":"2022-12-08T23:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/voigtnet.de\/?page_id=285"},"modified":"2022-12-08T23:27:54","modified_gmt":"2022-12-08T23:27:54","slug":"die-gesamte-tour","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/voigtnet.de\/?page_id=285","title":{"rendered":"Die Gesamte Tour"},"content":{"rendered":"\n<p>15.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Woche noch<\/p>\n\n\n\n<p>Wie es aussieht geht unsere Tour in einer Woche los. Es ist zwar noch kein Ticket eingekauft und Packpl\u00e4ne gibt es meines Wissens nach auch noch nicht, aber Vorfreude. Mit den \u00dcbernachtungen m\u00fcssen wir noch gucken, wir haben gestern unsere erste Absage bei Couchsurfing bekommen, da wird noch weiter angefragt. Rucks\u00e4cke besitzen wir immerhin schon und die Route ist auch geplant, ein paar Flixbustrips m\u00fcssen wir irgendwann noch kaufen und so aber das wird schon alles. Das Exitement steigt langsam aber sicher weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Interrail wird super!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Abraham Lincoln<\/p>\n\n\n\n<p>22.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Sodele, wir sitzen inzwischen nach einem Metronom und einem Schienenersatzverkehrbus im ICE mit den Bonsen nach Z\u00fcrich, wo wir inzwischen sogar eine schnieke Unterkunft am Z\u00fcrichsee haben. Voraussichtlich treffen wir uns auch noch mit meiner Tante zweiten Grades da und vielleicht sogar mit meinen Cousin zweiten Grades. Wir sind immer noch sehr gespannt auf die ganze Reise, bis jetzt habe ich auch nur meine Jacke vergessen, ansonsten ist wahrscheinlich alles mit. Die Unterkunft ist toppi.<\/p>\n\n\n\n<p>23.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind wir das erste Mal au\u00dferhalb von Zuhause aufgewacht, was supi war. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gab es Porridge und danch ging es in die Stadt, die wir gestern Abend schon entdeckt haben, nachdem wir uns mit meiner Tante, meinem Onkel und meinem Cousin zweiten Gerades zum Schwimmen am See getroffen haben. Bei Tag sah Z\u00fcrich schon ganz anders aus, das superklare Fluss- und Seewasser ist dann noch mehr aufgefallen. Wir waren dann noch in einem super s\u00fc\u00dfen Caf\u00e9, wo f\u00fcr nur 16 Franken zwei Eiskaffees und Croissants verdr\u00fcckt wurden. Abends waren wir wieder am See und schwimmen, das Nudelkochen mit Gaskocher hat leider nicht geklappt, weil das Gas kurz vorm Kochen leer war und wir die Gaspatrone nicht dabei hatten. Zuhause gab es daf\u00fcr 3 Engl\u00e4nder und 3 Pol*innen, mit denen wir uns beim Essen und essen machen nice unterhalten haben. Ja, wo wir in Como bleiben steht noch nicht fest, das wird spontan geschaut lol. Morgen ist jedenfalls um 11 Checkout und dementsprechend fr\u00fches aufstehen angesagt also gehts jetzt in die Heia.<\/p>\n\n\n\n<p>24.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Mittwoch sind wir morgens noch in Z\u00fcrich aufgewacht, Abends aber in Bergamo eingeschlafen. Wie kann das sein fragst du dich? Nun wir sind so aufgestanden, dass wir p\u00fcnktlich um 11 Uhr aus dem Airbnb, was wunderbar war, auschecken konnten, nachdem wir noch unser allmorgendlichen Porridge verspeist haben. Paula h\u00e4tte da fast ihre Ketten vergessen, Norbert hat die aber gl\u00fccklicherweise noch gefunden und uns runter gebracht. Dann sind wir \u00fcber Z\u00fcrich weiter nach Como gefahren, wo wir eigentlich die Nacht verbringen wollten. Da ist leider alles schei\u00dfeteuer und so richtig \u00fcberzeugt hat uns Como auch nicht, auch wenn der See mit den Alpen dahinter schon sch\u00f6n war. Da haben wir den Tag verbracht, so einen dicken Wei\u00dfbrotfladen mit rotem Pesto in der golden hour am Seeufer verputzt und \u00fcberlegt, wo wir \u00fcbernachten wollen. Paula hat zum Gl\u00fcck in Bergamo ein Airbnb gefunden, das ganz erschwinglich war. Dahin haben wir uns dann auf den Weg gemacht und sind um 11 oder so angekommen nach einem sehr, well, interessanten Weg. Das gute St\u00fcck war einfach \u00fcber so einem Riesensupermarkt und sehr neu gemacht und insgesamt ein bisschen sketchy, aber zweckdienlich.<\/p>\n\n\n\n<p>25.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde um 9 aufgestanden, weil es in unserem Zimmer einfach soo warm war. Nach ein bisschen Porridge ging es dann direkt weiter nach Bergamo in die Innenstadt f\u00fcr 1,30\u20ac p.P. (ich liebe Italien), heraus aus unserem Industrieviertel. Nach ein wenig Stadt Erkundung wurde sich mit einem veganen Croissant und einem Pistazienbrioch auf den Marmorvorsprung von einer schnieke kleinen Kirche gesetzt und das sehr gute italienische Trinkwasserbrunnenwasser getrunken. Dann ging es hoch nach Bergamo, Alter. \u00c4h Bergamo Alta, hubs. Die 132 H\u00f6henmeter haben sich schon bemerkbar gemacht, aber die Altstadt oben mit dem Marmortor war einfach richtig sch\u00f6n. Viele H\u00e4user aus Naturstein, gelb oder orange Gestrichene und marmorne Kirchenfassaden oder T\u00fcrme schm\u00fcckten die Stadt, die so richtig typisch italienisch war. Da sind wir dann den ganzen Tag herumspaziert und haben die Stimmung (Vibe) und das gute Wetter genossen. Wir haben da irgendwie nichts mehr gegessen, auch wenn wir schon Hunger hatten, das war aber Alles wieder mal so teuer und das Focaccia, das wir dann eigentlich haben wollten, hat sie nur in so 750g Portionen verkauft. So sind wir nach einem Supermarktstopp mit 400g Tortellini und Zutaten f\u00fcr eine Gem\u00fcse-Tomaten-Sauce zu Hause angekommen und die bei einer Folge Stranger Things weggemacht. Da hat Paula wieder mal die Essensmenge unglaublich pr\u00e4zise eingesch\u00e4tzt. Dann haben wir uns noch ziemlich m\u00fcde nach Schlafm\u00f6glichkeiten in Bologna umgeschaut und basically nichts gefunden, was nicht super teuer war. Dann haben wir noch nach alternativen St\u00e4dten gesucht und noch eine Absage von Couchsurfing kassiert und uns dann f\u00fcr das Ostello Bello Hostel in Genua entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>26.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Heute gings weider von Bergamo nach Genua, bis 10 Uhr Check-out, supi. Ging aber voll klar und hat alles funktioniert. Das Hostel wurde gebucht und noch ein Couchsurfer hat abgesagt. Vom Bahnhof mussten wir daf\u00fcr nur 4 Minuten gehen und das Hostel ist echt sch\u00f6n, mit verschiedenen Themen f\u00fcr die Etagen, einer fancy K\u00fcche mit gratis Nudeln, Reis und den Essentials (Ah, the essentials). Hatten ordentlich Hunger, also wurde Couscous eingekauft und ein bisschen Gem\u00fcse, das mussten wir uns aber gar nicht kochen, weil eine belgisch-marrokanische Lehrerin und ein franz\u00f6sisch-tunesischer Typ auf Urlaub zu viel gekocht haben, sodass wir eine Willkommensnudelpfanne serviert bekommen haben. Mit denen haben wir uns dann auch noch ein wenig beim Essen unterhalten und Tipps zu Genua eingeholt, vorwiegend Essen, Restaurants und Orte au\u00dferhalb von Genua. Das waren jedenfalls voll die Lieben und haben sich auch erst gestern im Hostel kennengelernt. So sind wir nach der St\u00e4rkung auf durch die Stadt marschiert. Unsere Meinungen zu Genua gehen sehr auseinander, Paula w\u00fcrde eine 8 oder 9\/10, ich nur eine 7 geben. Ich denke bei Genua jetzt immer erst an die dunklen Stra\u00dfen, die 1,5 \u2013 2 Meter breit waren, mit 10 st\u00f6ckigen H\u00e4usern auf beiden Seiten und noch Ger\u00fcsten \u00fcber den Stra\u00dfen, die nach Pipi von ich wei\u00df nicht wem oder was und Fisch und Fleisch und dreckiger Gro\u00dfstadt gerochen haben. Dass es gestern dann auch noch genieselt hat und der Himmel bedeckt war hat die Stimmung da nicht gerade verbessert. Ja, Paula denkt wohl eher an die hellen Stra\u00dfen, die wirklich sch\u00f6nen Fassaden, S\u00e4ulen, Geb\u00e4ude und Brunnen und Malereien in allen m\u00f6glichen Hauseing\u00e4ngen, an die leckeren Essensger\u00fcche, wenn man durch die Stra\u00dfen geht und an die s\u00fc\u00dfen bunten G\u00e4sschen. Wir fanden den Tag gestern trotz der unterschiedlichen Meinungen \u00fcber Genua beide sch\u00f6n, halt auf unterschiedliche Weise. Abends gab es dann endlich in einer gut mit Menschen gef\u00fcllten K\u00fcche Couscous mit Gem\u00fcse, eine Portion, die wohl eigentlich f\u00fcr 4 gedacht war lol.<\/p>\n\n\n\n<p>27.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wetter wird besser, hurra. Daf\u00fcr beschwert sich mein Zukunfts-ich \u00fcber unser Nicht-mitbekommen des \u00fcberaus vorz\u00fcglichen Fr\u00fchst\u00fccks im Erdgeschoss. Samstag gab es f\u00fcr uns n\u00e4mlich wieder Porridge mit Banane und Pfirsich, was schon nicht schlecht war, aber auch nicht Ambrosia. Dann ging es kurz weiter durch die Stadt, weil wir auf die Waschmaschine warten mussten. Direkt danach haben wir uns dann Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Gem\u00fcse gemacht, was dann schon Ambrosia war. Dann haben wir bis 16:00 Uhr auf Waschmaschine und Trockner gewartet und dann ein paar H\u00f6henmeter gemacht beim besteigen der Aussichtsplattform und des Quasi-aber-irgendwie-auch-so-gar-nicht-botanischen-Gartens. Von beiden Orten hatte man einen vortrefflichen Ausblick \u00fcber die Stadt und die nice Kirchen und h\u00fcbschen Geb\u00e4ude und die klotzigen, h\u00e4sslichen neuen Hochh\u00e4user und il Mare, Mamma Mia. Endlich, waren waren wir doch schon fast eine Woche Unterwegs. Im Garten gab es sogar einen k\u00fcnstlichen aber h\u00fcbschen Wasserfall. Im Anschluss daran ging es zu dem vom Franz\u00f6sisch-Tunesier approveden Pizzalokal Da Luigi, dessen Besitzer erst Zuhause angefangen hat Pizza zu backen und dann seine eigene Pizzeria aufgemacht hat. Die war jedenfalls ebenso exquisit wie die Bekanntschaft, die wir mit zwei M\u00fcnchner Interrailerinnen gemacht haben, die da gerade vor uns angefangen haben Pizza zu essen. Carina war sehr erz\u00e4hlfreudig und hat sich stolze 70% Erz\u00e4hlzeit ergattert, ihre Freundin Oli und Paula und ich haben uns die restlichen 30% sehr gleichm\u00e4\u00dfig geteilt. Vor dem nur 40min\u00fctigen Heimweg wurde sich dann noch ein Joghurt-Mangoeis geteilt, was einfach k\u00f6stlich war.<\/p>\n\n\n\n<p>28.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste von 6 Wochen ist um und was war es f\u00fcr eine, wao ;)(the meme). Am Sonntag wurde jedenfalls das Fr\u00fchst\u00fccksbuffet mit Croissants, Toast, Cornflakes, Fr\u00fcchten, Kaffee, Saft, Joghurt und sonst auch Allem, was das Herz begehrt entdeckt und genutzt. Danach fuhr der Zug nach Camogli irgendwie nicht um 11:07 Uhr, also wurde bis 12:07 Uhr gewartet. In Camogli angekommen f\u00e4llt direkt die Bilderbuchigkeit auf, kleine Str\u00e4sschen umgeben von dreist\u00f6ckigen, h\u00fcbschen, bunten italienischen H\u00e4usern. Beim weiteren Erkunden entdecken wir noch den Strand, den Hafen und die Hafenmauer und die Kirche, die leider geschlossen ist. Nach ein paar Fotos und dem Einsaugen der Atmosph\u00e4re auf der Hafenmauer gehen wir in das empfohlene Caf\u00e9, was von au\u00dfen nicht sonderlich einladend aussieht, die Preise aber schon. Also wird sich mit zwei Latte Macciatos f\u00fcr 2,40\u20ac an den letzten Tisch drau\u00dfen gesetzt, von dem aus man das Meer sehen kann, fast so gut wie unten am Hafen wo wir bald danach unser Supermarkt-Focaccia essen sollten. Das Schwimmen danach war so sch\u00f6n, wie man es sich vorstellt, so in der Bucht mit den H\u00e4usern auf der linken Seite, den Klippen und den Bergen auf der rechten, dem Meer im R\u00fccken und dem Sonnigen Himmel \u00fcber einem. Dabei habe ich leider die Metallbefestigungen oder so in den Steinen in der Bucht \u00fcbersehen und beide F\u00fc\u00dfe ein bisschen angeschnitten. Das hielt uns aber nicht davon ab zur\u00fcck zum Hostel nach Genua zu fahren, da unseren Willkommensaperol zu genie\u00dfen und ein bisschen Proviant zu stibitzen und nach Menton zu fahren, wo sich abends in dem ebenso beschaulichen, wie gut gelegenen Zimmer noch die Farfalle mit Tomatenso\u00dfe gemacht und auf dem Boden verspeist wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>29.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Menton. Schon beim Ankommen gehen wir durch einige schmale, steile G\u00e4sschen mit Stufen, nur so 1-2 Meter breit. An manchen Stellen muss man sich ducken, um nicht mit dem Rucksack oder Kopf an das Haus \u00fcber der Gasse zu sto\u00dfen. Am Montag wollten wir eigentlich ein bisschen entspannt am Strand sein und vielleicht ein bisschen die Stadt angucken. Nun ja, nach Schokocroissants, Baguette und Pfirsich mit Meerblick vor der Kirche haben wir appearently bis 17 Uhr die Stadt entdeckt. Die bereits genannten G\u00e4sschen ziehen sich durch quasi die ganze Altstadt, viel den Berg hoch, bis zum etwas heruntergekommen Friedhof ganz oben. Die zu sehen war jedenfalls eine Augenweide, jede Stra\u00dfe sieht da aus wie ein Pinterest Pin oder (f\u00fcr die alten Leser), wie eine Postkarte. Zwischendurch blitzt immer wieder das Meer zwischen den H\u00e4usern durch, einfach herrlich. Durch das viele Treppensteigen hungrig geworden wurde sich dann ein Tomaten-Mozzarella-Baguett zusammengekauft nach ausgiebigen Preisvergleichen der beiden Superm\u00e4rkte. Das bestimmt 50cm Baguette hat uns jedenfalls beide hinreichend ges\u00e4ttigt. Danach musste es nat\u00fcrlich noch an den Strand gehen, es war dann zwar leider schon keine Sonne mehr auf dem Wasser, vom Erlebnis was es aber sehr \u00e4hnlich zu Camogli, nur mit weniger Metall in Steinen, was sehr angenehm war. Nicht so angenehm war das Essen von unseren Pitadingens, f\u00fcr die haben wir uns noch Avo-cado, Tomate, Rucola und Zucchini gekauft, die Zucchini haben wir dann sogar warm gemacht, trotzdem waren die Pitas so kacke, dass die direkt gebrochen sind und so war das Essen auf der Buhne im Dunkeln nicht so nice wie geplant aber trotzdem ein Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>30.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Heute war ein Strandtag geplant und den gab es auch nach Fr\u00fchst\u00fcck, ein bisschen Rumgetr\u00f6del in Menton und Nudeln mit Pesto und Rucola. Es war dann auch noch die Sonne drau\u00dfen und es war dementsprechend wahrscheinlich eine gute Idee uns einzucremen. Das Schwimmen im Meer war dann noch besser als am Vortag, trotz des Salzwassers in den Nasennebenh\u00f6hlen. Wir haben sogar nicht nur ein bisschen rumgeplantscht sondern sind richtig ein bisschen geschwommen, wie richtige Erwachsene. Trotzdem war es ganz praktisch, dass man \u00fcberall in der Bucht stehen konnte lol. Bis der Himmel dann zugezogen ist haben wir dann noch gelesen, geh\u00e4kelt und Clash of Clans gespielt. Zum Abendessen gab es dann wieder Tomaten-Mozzarella-Baguett, diesmal sogar noch mit Hummus, was das game noch mal upgestepped hat. Dabei sind wir ziemlich gut zwischen den Schauern immer drau\u00dfen gewesen. Danach gel\u00fcstete es mir dann nach Joghurt, also haben wir noch eine kleine Abendliche Reise zum Supermarkt gemacht und auf dem R\u00fcckweg den Regenschauer nicht so gut umgangen und mussten eventuell ein bisschen im nassen joggen.<\/p>\n\n\n\n<p>31.08.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Menton geht zu Ende. Wir sollten um 11 auschecken und haben um Punkt 10:58 Uhr das Zimmer verlassen. Da gef\u00fchlt nur ein Zug von Menton nach Montpellier f\u00e4hrt haben wir uns nach einem weiteren Baguettekauf auf 12:14 Uhr zum Bahnhof begeben. Die lockeren 6 Stunden gingen ganz gut um, wir hatten auch in allen Z\u00fcgen Sitzpl\u00e4tze und kein Zug kam zu sp\u00e4t, noch immer nicht. In Montpellier war unser Airbnb gl\u00fccklicherweise nur 3 Minuten von Bahnhof entfernt, sodass wir sehr zeitnah nach der Ankunft duschen konnten, was f\u00fcr ein befreiendes Gef\u00fchl. Der gute Clement, dem die Wohnung geh\u00f6rt, war \u00fcberaus freundlich und wohnt auch weiter in der Wohnung, w\u00e4hrend wir da sind, spricht allerdings nur sehr schnelles Franz\u00f6sisch, was auch Paula nicht wirklich verstehen kann und nicht Englisch, obwohl das, von dem bisschen was wir geh\u00f6rt haben, bestimmt besser ist als das von 75% unserer Englischmitkursler in der Oberstufe. Nach dem Ankommen wurden jedenfalls trois couleur Fusili mit Pesto und angebratenen Pilzen auf dem 0,4*1m Balkon verspeist, welche fantastisch geschmeckt haben. Wir waren dann schon ziemlich fertig vom Tag und haben nur noch den Blick aus unserem Fenster auf den Abendhimmel und die gegen\u00fcberliegende H\u00e4userfassade und die Menschen, die in den einzelnen Fenstern ihre eigenen Leben leben, genossen. Besonders der telefonierende Typ an seinem MacBook und ordentlich Zetteln auf dem Tisch, der w\u00e4hrend des Telefonats an so einem silbernen Spielzeug rumgespielt hat, wird in dem Lampenlicht in Erinnerung bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>01.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Montpellier soll sch\u00f6n sein, sehr sch\u00f6n vielleicht sogar, mit vielen gro\u00dfen Sandsteinh\u00e4usern und sehr hell. Das galt es mit Haferflocken, Banane und Pflaumen im Magen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Unsere Waschmaschine hat uns dabei wieder ein bisschen eingeschr\u00e4nkt, weil sie 2h50 brauchen sollte. Dass sie beim Verlassen der Wohnung \u201eh2o\u201c angezeigt hat, gepiept hat und Drehger\u00e4usche gemacht hat ohne sich tats\u00e4chlich zu drehen, sei normal, sagt Clement. Unser Weg in die Stadt ist ungef\u00e4hr so kompliziert, wie der Weg zum Bahnhof, man muss einmal links abbiegen und dann geradeaus gehen, bis man da ist wo man hin will. Das haben wir auch gemacht und sind 2h50 durch Montpellier spaziert und k\u00f6nnen nun best\u00e4tigen, dass es in der Tat eine sehr sch\u00f6ne und sehr helle Stadt ist, die nat\u00fcrlich weitaus gr\u00f6\u00dfer ist als Menton mit Stra\u00dfen, auch in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, die gerne mal 8 Meter breit sind, aber auch mit kleineren G\u00e4sschen, h\u00fcbschen begr\u00fcnten Pl\u00e4tzen mit unglaublich vielen Caf\u00e9s und Restaurants. Der Preis derselben scheint dabei auch proportional zu der Anzahl von denen zu sein, was f\u00fcr people on a budget nat\u00fcrlich super ist. Trotzdem ging es in ein Caf\u00e9, um beim Kaffeevibe nach Hostels oder so in Barcelona zu suchen. Der Chai Latte hat dann zwar auch 3,70\u20ac gekostet, war aber auch echt nice und wir konnten ordentlich Menschen beobachten und quatschen. Stellt sich raus die Waschmaschine hat doch nicht so funktioniert und er hat die auf Schnellw\u00e4sche umgestellt, sie war dann jedenfalls fertig, als wir zur\u00fcck waren. Nach weiteren Fusili, mit Tomatenso\u00dfe diesmal, ging es wieder in die Stadt auf Kirchentour, weil die Beiden, die wir davor gesehen haben, wegen Bauarbeiten geschlossen waren. Abends hatten wir dann Sehnsucht nach Sushi, deshalb wurde sich nach ein bisschen Gesuche zu ordentlich Maki Rolls und ein paar California Crunch Dings getreated. Die waren echt \u00fcberaus delizi\u00f6s und ich mag jetzt glaube ich Ingwer.<\/p>\n\n\n\n<p>02.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer zweiten Nacht auf viel zu polyesterigen Kopfkissen wurde dann ein entspannter Tag am See in so einem Park gemacht, an dem einfach alle locals gechillt haben, das war echt nice. Da wurde dann Tagebuch geschrieben, geh\u00e4kelt und wenig Clash of Clans gespielt. Da haben wir beide ordentlich progress gemacht und das Wetter und die Atmosph\u00e4re und alles war einfach richtig sch\u00f6n, so die Sonne und die gesch\u00e4ftige Umgebung mit Menschen aller Altersklassen und die Enten, die in dem Teich getaucht haben. Eigentlich wollten wir auch an den Strand, es sollte aber regnen, der Himmel war auch schon ein bisschen zu und wir h\u00e4tten irgendwie 30 Minuten zu Fu\u00df gehen m\u00fcssen und hatten da nicht so Bock drauf. Daf\u00fcr hatten wir Bock auf Brokkoli und der wurde sich dann abends geg\u00f6nnt in einer Reis-Gem\u00fcse-Pfanne mit Tomatenso\u00dfe. Mengenm\u00e4\u00dfig sind wir am Folgetag davon auch noch satt geworden, aber das hat auch kalt in Port-Bou noch geschmeckt. Zum Essen wurde dann auch noch das Hostel in Barcelona gebucht, ein Zw\u00f6lferzimmer, es wird interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>03.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Zug f\u00e4hrt um 12:54 Uhr und wir wollen das diesmal entspannt hinbekommen ohne viel zu eilen. Nach dem Wecker um 9 wird fix gepackt und sich dann mit Baguette und Croissant aus der Boulangerie eingedeckt und ebendies mit Hummus hinter der einen Kirche verspeist, um danach gest\u00e4rkt in dem Dr Martens-Store Schuhe anzuprobieren. Da arbeiten irgendwie nur Leute mit gef\u00e4rbten Haaren, coolen Frisuren und nat\u00fcrlich dicken Dr Martens. Paula hat da die Mokassins anprobiert und sehr zu unserem Bedauern nicht gekauft (die drippigkeit derselben ist einfach unbeschreiblich) :(. Von Dr Martens k\u00f6nnten wir jedenfalls beide sehr viele Schuhe besitzen ohne Ihnen leid zu werden. Vor der Weiterfahrt haben wir uns dann noch umgezogen und so und mussten wieder sehr zum Zug eilen. Da haben wir dann auch gleich mal keine Sitzpl\u00e4tze bekommen und es hat dann ein bisschen gedauert, bis wir mit zwei anderen deutschen Interrailern in einem vierer sa\u00dfen, die auch nach Barcelona wollten. Judith war davor schon in Amsterdam und zwei Tage stoned und hat da sehr leckeren Schokokuchen gegessen, der nat\u00fcrlich unabh\u00e4ngig vom Gras einfach lecker war. In Portbou hatten wir dann 40 Minuten Umstiegszeit und haben da besagten Gem\u00fcsereis gegessen, um dann weiter in einem sehr vollen Zug nach Barcelona zu fahren. Da war ich schon ziemlich fertig und habe die Fahrt \u00fcber vorwiegend ged\u00f6st. Vom Bahnhof aus mussten wir dann 15 Minuten zum Hotel laufen. Das Zw\u00f6lferzimmer da ist ungef\u00e4hr so nice wie das restliche Hostel. Also BOMBASTISCH. Wir hatten irgendwie nur noch Reis und haben dann nach Superm\u00e4rkten geguckt, um halb 11 an einem Samstagabend ist das aber sogar in Barcelona schwierig. So haben wir uns bei TooGoodToGo eine peruanische \u00dcberraschung bestellt und Fisch auf Reis und Kartoffeln erhalten, was lecker aber nur genug f\u00fcr einen war. So sind wir weiter hungergrummelig durch die Stadt gelaufen, ich war davon wohl etwas mehr betroffen als Paula. Nach zu viel Zeit ist es dann auf Focaccia hinausgelaufen, das wenigstens sch\u00f6n vor der Basilica Santa Maria gegessen wurde neben einem wild rummachenden Paar, auf dessen Getr\u00e4nke wir sehr neidisch waren, weil das Leitungswasser auch hier nicht gut schmeckt. Abgesehen von der Intervention unserer Bettnachbarn, die um halb 4 lautstark festgestellt haben, dass sie jetzt wohl jeder hassen wird, weil sie um halb 4 laut im Zimmer sind, haben wir doch relativ schlecht geschlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>04.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Wochen sind um und es f\u00fchlt sich an, wie zwei Tage und zwei Monate gleichzeitig. Wir waren jetzt schon in so vielen St\u00e4dten in einigen L\u00e4ndern mit so unterschiedlichen Sprachen und haben uns schon so an das Reisen gew\u00f6hnt und sind doch immer wieder baff davon. Wir wissen inzwischen was \u00fcber- und unterdurchschnittliche Kilopreise f\u00fcr verschiedene Gem\u00fcse und Obstsachen sind, merken, dass man f\u00fcr einen Cappuccino und ein Croissant manchmal drei Tage normal essen k\u00f6nnte und dass St\u00e4dte doch sehr unterschiedlich gro\u00df sein k\u00f6nnen. W\u00e4hrend 10 Minuten in Menton viel sind, brauchen wir die in Montpellier schon in die Innenstadt. In Genua sind die horizontalen Entfernung nicht so signifikant im Gegensatz zu den vertikalen und in Barcelona ist man nach 45 Minuten immer noch nicht weit gekommen. Es ist aber cool zu merken, wie man Entfernung, Preise und Zeiten dann wahr- und hinnimmt. Naja, nach relativ viel Zeit im Bett und wenig gutem Schlaf haben wir uns dann morgens mit dem gleichen Problem konfrontiert gefunden, in einer so wunderbar christlichen Stadt wie Barcelona schlie\u00dfen am Sonntag nat\u00fcrlich auch alle Superm\u00e4rkte, die nicht nur Wein, Chips, eingelegtes Gem\u00fcse und Fertigsuppen haben. Also haben wir uns mit g\u00fcnstigem Baguette, Schokocroissant und \u00c4pfeln an den Arc de Triomf gesetzt und uns danach den Park dahinter angeschaut. Der ist echt ziemlich gro\u00df, mit einem See und einer Halbinsel mit Banken darin, einem Riesenwasserfallkonstrukt mit so Statuen und riesigen Wasserspeiern und Menschen, die Samba oder so zu Musik tanzen ganz oben. Neben dem Wasserfall konnte man n\u00e4mlich zu flache Treppenstufen hoch steigen und das dann von oben bewundern. F\u00fcr das Mittagessen waren dann Nudeln mit Tomatenso\u00dfe und f\u00fcr das Abendessen Burritos geplant, zum Gl\u00fcck haben wir in unserer K\u00fcche eine Einzelelektroherdplatte gefunden und genau einen Topf. Das hat auch sehr convenient funktioniert. Auf Carina\u2019s Empfehlung sind wir dann die Fahrt nach Sevilla reservieren gegangen, das ging sogar in einem nur 12 Minuten entfernten Bahnhof. Ein bisschen durch die Stadt schlendern hat uns dann zum Hafen gebracht, wo so echt viele Schiffe und so lagen. Da wurde ein bisschen auf einer zu schr\u00e4gen Metallbr\u00fcstung gechillt, die unsere Oberschenkel ein wenig strapaziert hat. Aufgrund von Kuchenlust wurde sich dann an ein paar Google-pasticceriervorschl\u00e4gen langgehangelt, bis erst ein 2\u20ac Cappuccino und dann ein Muffin und ein quasi-Croissant mit Vanillecreme auf den Stufen vor der Kathedrale verspeist wurden, w\u00e4hrend ein Gitarrist ungef\u00e4hr alle Klassiker gespielt hat, was sich sehr gut in die sehr gesch\u00e4ftige Atmosph\u00e4re eingepasst hat, die sich auch \u00fcberaus gut f\u00fcr Outfit-Bewertungen geeignet hat. Auf dem Heimweg haben wir dann noch zuf\u00e4llig eine Kunstausstellung gefunden, in der man sich kostenlos ziemlich coole Kunstwerke angucken konnte, so auf Leinwand oder auch Plastiken oder Assemblagen. Viele davon waren zum Thema Wildnis, es gab aber auch Portraits und Abstraktes. Ziemlich fertig wurden sich danach abends noch die Burritos gemacht, was ich auf einer einzelnen Herdplatte mit einem Topf durchaus als Kunst bezeichnen w\u00fcrde, und auf der idyllischen Dachterrasse beim angenehm lauten Rauschen der 4 Klimaanlagenaggregate genossen.<\/p>\n\n\n\n<p>05.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Angebot Papas uns in die Sagrada Familia einzuladen war das f\u00fcr heute geplant. Davor sollte es noch auf den Markt und Flohmarkt gehen mit Essen zwischendurch. Auf dem Markt waren wir auch, der war einfach so RICHTIG voll, man musste sich so \u00fcberall langquetschen und die St\u00e4nde waren alle so 6*3 Meter gro\u00df und dann voll mit Fr\u00fcchten, Brot, Fisch, Gebratenem und Frittiertem, S\u00fc\u00dfigkeiten, Kandiertem Kram und Smoothies. Das war an sich echt toll, da konnte man gef\u00fchlt alles essbare kaufen, war aber auch relativ teuer. Die Atmosph\u00e4re war halt sehr marktig und so, der Geruch aber leider auch, je nachdem in welcher Ecke man war mehr oder weniger. Zum Weggehen hat uns eigentlich der eine Fleischerstand bewegt, von dem aus uns ein enth\u00e4uteter Schafskopf zwischen bleichen Schweineunterschenkeln angel\u00e4chelt hat, so richtig mit Augen und Ohren. Da war dann auch unser Appetit weg irgendwie. Das mit den Nudeln im Hostel hat dann nicht geklappt, weil die Herdplatte da unerlaubterweise war und sie \u201ekeine K\u00fcche haben d\u00fcrfen\u201c, obwohl das der einzige Grund ist, warum wir in das Hostel gegangen sind. So sind wir ein recht frustriert Richtung Carrefour gegangen und haben das amateurig zusammengestellte Frischk\u00e4se-Gurke-Baguette auf dem Weg zur Sagrada verspeist. Ein wenig gestresst aber erst mal ges\u00e4ttigt da angekommen sind wir direkt in die Kirche gewandert, deren Fassade \u00fcber dem Eingang schon beeindruckend ist. Ich werde die jetzt nicht richtig beschreiben, es war aber eine krasse Erfahrung die Dimensionen der Kirche und die Kunstfertigkeit, die da drin steckt, zu sehen. Mit dem Audioguide haben wir uns dann sogar ein bisschen gebildet. Es war jedenfalls eine sehr eindr\u00fcckliche Erfahrung, auch wenn wir das Geb\u00e4ude von au\u00dfen doch ein bisschen klumpig finden, weil alles so viel auf einmal ist, war trotzdem ein Gaudi dagewesen zu sein. Nach einer Recht entt\u00e4uschenden TooGoodToGo Erfahrung haben wir uns dann wieder 20 Minuten zur\u00fcck in den Park begeben und haben da entspannt und so, ich war irgendwie schon den ganzen Tag ziemlich passiv und kraftlos und das wenige Essen und das viele Laufen haben das nicht gerade besser gemacht. Im Park die Atmosph\u00e4re und die Musik der Musiker am \u00fcbern\u00e4chsten Baum genie\u00dfen war trotzdem gut. Vor den Campingkochernudeln auf der Dachterrasse haben wir noch f\u00fcrs Fr\u00fchst\u00fcck morgen eingekauft und danach Noch ein Slice of Pizza und je einen Pfirsich f\u00fcr 55,5 Cent gegessen. Das haben die davon, wenn sie die Herdplatte wegr\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>06.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Ein bisschen besser geschlafen habend sind wir an diesem Tag gestartet, nach den morgendlichen Haferflocken mit Leitungswasser und Fr\u00fcchten haben wir uns dann auf zur Second Hand Meile gemacht, weil wir uns gegenseitig Outfits raussuchen wollten, kaufen k\u00f6nnen wir ja aus Platzgr\u00fcnden eh nicht. Auf dem weg sind wir dann an einem Sushi Laden vorbeigekommen, an dem vorne \u201e12,95\u20ac All you can eat Buffet\u201c stand, was uns sehr intrigued hat. Es wurde dann aber erstmal die L\u00e4den ausgecheckt, von denen die meisten leider ziemlich ramschig waren. In einem sehr vielversprechenden haben wir uns dann Jeans-Beige-Kombioutfits erstellt und beide Sachen gefunden, die wir gerne mitgenommen h\u00e4tten. Vielleicht werden sich ja Zuhause dann komplett neue Outfit geg\u00f6nnt, mal sehen. Dabei haben wir uns dann dazu entschieden das Buffet zu Probieren, weil das Angebot einfach wirklich richtig gut ist. Und lassen Sie mich so viel sagen, es hat sich gelohnt. Wir haben irgendwie 16 Sachen bestellt, so von Algensalat (4) \u00fcber frittierte Garnelen zu ziemlich viel Sushi, das dann auch frittiert und mit So\u00dfe und mit allem war. Nur den Ingwer habe ich ein bisschen vermisst. Wirklich echt sehr gut ges\u00e4ttigt haben wir uns dann nach einem Hostel-Zwischenstopp auf den Weg zum Strand gemacht, der nur 20 Minuten zu Fu\u00df weg war. Es war dann schon relativ sp\u00e4ter Nachmittag und am Strand wurde die Sonne schon langsam rar, wir haben uns dann nach ein bisschen Gelese das letzte Mal auf Interrail ins Mittemeer gest\u00fcrzt. Man k\u00f6nnte auch sagen wir sind ins Mittelmeer gest\u00fcrzt, die Wellen waren n\u00e4mlich so 2 Meter hoch und beim reingehen haben einen die gebrochenen Wellen schon sehr mitgezogen, erst zum Strand und dann ins Meer. Nach dem Abpassen von klein genugen Wellen, um nicht auf den Kies geslapped zu werden, haben wir uns dann ins tiefere Wasser gewagt. Die ungebrochen Wellen sind auch sehr viel harmloser, sodass es da sehr entspannt war. Trotzdem hat uns die ein oder andere Welle, die ein bisschen fr\u00fcher gebrochen ist mit viel Kies und Wucht zur\u00fcck an den Strand gesp\u00fclt, was immer ein bisschen ehrenlos war (wallah), weil nach einer gro\u00dfen Welle meistens noch so drei andere kamen, sodass man beim Aufstehen erst von der zur\u00fcckommenden ersten Welle, dann von der ankommenden zweiten, dann von der zur\u00fcckommenden zweiten und dann von der ankommenden dritten Welle mitgenommen wurde mit dem bereits erw\u00e4hnten Kies, sodass man sich 20 Sekunden lang wie ein selbstfahrendes Auto mit abgeklebten Kameras in einem Tornado gef\u00fchlt hat. Das hat aber sehr viel Spa\u00df gemacht und so sind wir einige Zeit rumgeschwommen und mit dem kommenden Schatten erst aus dem Wasser gegangen. Nach ein bisschen mehr Gelese auf einer Br\u00fcstung sind wir nach einem Tortellinieinkauf zur\u00fcck ins Hostel gegangen, und haben uns die da mit Wasserkocherwasser und passierten Tomaten zubereitet. Nach der Verspeisung wurde dann mit Rieke und Sofia L\u00fcgen gespielt, die beide am n\u00e4chsten Tag um 5 nach Marseille fahren wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>07.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Barca geht zu Ende. Unser reservierter Schnellzug geht erst um 15:45 Uhr, deshalb haben wir noch fast den ganzen Tag. Das Gep\u00e4ck k\u00f6nnen wir nach dem 11 Uhr Check-out f\u00fcr 3\u20ac im Gep\u00e4ckraum lassen und decken uns danach f\u00fcr den Tag mit Essen ein, die 3 Baguettes f\u00fcr 1\u20ac und die 420g \ud83d\ude09 Hummus f\u00fcr 2\u20ac waren einfach Schnapper sondergleichen. Irgendwie war es dann nach dem Baguettemachen und -essen schon wieder 14:20 Uhr. Hier m\u00f6chte ich noch kurz von dem Paar auf der Bank gegen\u00fcber links erz\u00e4hlen, die hatten n\u00e4mlich eine sch\u00f6ne Zeit und haben sich recht vollmundig gek\u00fcsst und dabei ein klein wenig so ausgesehen, als ob sie sich gegenseitig sehr gen\u00fcsslich essen w\u00fcrden. Naja, nach dem Gep\u00e4ckabholen war es dann jedenfalls so sp\u00e4t, dass der Zug, mit dem wir zum Schnellzugbahnhof wollten, sehr abgefahren war. Die freundliche Bahnmitarbeiterin hat uns dann aber einen anderen gezeigt, der es auch getan hat. Beim Flughafen\u00e4hnlichen Sicherheitscheck haben wir dann herausgefunden, dass Gaskocher auf Schnellz\u00fcgen durchaus nicht gestattet sind. Da gab es auch keinen Weg drumherum, der freundliche Bahnmitarbeiter war \u201eso sorry\u201c, der Gaskocher dann aber trotzdem weg. Das war ein ganz sch\u00f6ner Schlag, nicht nur wegen des materiellen Werts, sondern auch, weil der uns schon in der ein oder anderen Situation eine warme Mahlzeit beschert hat, die es sonst nicht gegeben h\u00e4tte und das auch in der Zukunft noch h\u00e4tte tuen sollen. Die Zugfahrt war wenigstens entspannt und die 5h30 gingen ganz gut um, das war dann auch das Mindeste. Unsere Wohnung haben wir dann mit Bus erreicht und so 35 Minuten Fu\u00dfweg gespart und da angekommen festgestellt, dass die einfache richtig luxuri\u00f6s ist f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse. Richtig mit Herdplatten, Dusche, K\u00fchlschrank, mehreren Handt\u00fcchern, Klimaanlage, Salz, \u00d6l (shout-out an meine Schwestern), Gew\u00fcrzen und einer Waschmaschine. Das w\u00fcrde auch alles noch genutzt werden. An dem Abend allerdings nur der Herd f\u00fcr die tricolor Pipe Doppia Rigatura und die Tomatenso\u00dfe, die ich vielleicht nicht in dem Metallblumentopf auf den Induktionsherd h\u00e4tte stellen sollen, weil der dann sehr bald \u201eEA\u201c angezeigt hat. It\u2019s anscheinend not in the game.<\/p>\n\n\n\n<p>08.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Sevilla, bitte se\u02c8wi.\u028ea aussprechen, haben wir schon beim Ankommen in der Nacht f\u00fcr sch\u00f6n befunden. Am n\u00e4chsten Morgen hat Paula dann um das Fr\u00fchst\u00fcck aus M\u00fcsli und Br\u00f6tchen ein paar Sehensw\u00fcrdigkeiten rausgesucht, die wir dann im Laufe des Tages angeschaut haben. Sevilla ist praktischerweise in 30 Minuten durchquerbar. Unsere Wohnung liegt ziemlich zentral und nah am Aldi und an einer Einkaufstra\u00dfe, die direkt in die Stadt f\u00fchrt. So haben wir erst mal die Stadt erkundet und die sch\u00f6nen H\u00e4user und die gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4ude, wie die Kathedrale von Sevilla, bewundert, die fr\u00fcher mal eine Moschee war, in der man noch den maurischen Baustil erkennen kann. Beeindruckend in anderer Weise war noch der Real Alcazar de Seville, wo irgendwie Royals ihren Sitz haben, in dem Park waren n\u00e4mlich B\u00e4ume. Also nicht so B\u00e4umchen sondern welche mit so 10 Metern Stammumfang. Au\u00dferdem gibt es viele sch\u00f6ne Pl\u00e4tze mit irgendwelchen Statuen in der Mitte und zwischen den Einkaufsmeilen auch kleinere Str\u00e4sschen. Auff\u00e4llig waren immer wieder h\u00fcbsche T\u00fcrmchen mit entz\u00fcckenden D\u00e4chern, generell findet man in der Stadt sehr viel glasierte und angemalte Backsteine, die richtig kunstfertig sind und so casually verbaut wurden. Besonders ist das beim Plaza de Espa\u00f1a, der ein riesiges Halbrundes Geb\u00e4ude mit vielen bunten Br\u00fcstungen, einem Wassergraben und einem Brunnen in der Mitte ist, aufgefallen. Weil es schon wieder Mittag war wurden sich dann nach einer kleinen Diskussion nicht \u00fcberbackene Nudeln gemacht, um danach weiterspaziert, jetzt aber zum Fluss Guadalquivir, dessen Name ich gerade nicht nachgucken musste. Das wo wir waren, war appearently nur so ein Seitenfluss oder so von dem, war aber trotzdem sch\u00f6n und wir mussten uns sehr zur\u00fcck halten nicht rein zu springen. Da waren wir dann vor der Stierkampfarena und dem Torre del Oro, die entweder zu waren oder Eintritt gekostet haben. Um den Tag abzurunden sind wir dann noch auf Empfehlung von Elias Pizza essen gegangen und ich kann sagen, dass die Familienmargarita eine gute Idee war. Die wurde unter den Shrooms of Sevilla verspeist bei ebenso vorz\u00fcglicher Konversation.<\/p>\n\n\n\n<p>09.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ging es erst recht sp\u00e4t los, wir haben wieder wie \u00fcblich gefr\u00fchst\u00fcckt und sind los, um ein bisschen in einem Caf\u00e9 oder so zu entspannen, Tagebuch und Blog zu schreiben und mal nicht den ganzen Tag durch die Stadt zu laufen. Wir haben auf dem Weg zum Fluss ein bisschen rumgeschaut, aber irgendwie nichts gefunden. Am Fluss haben wir uns dann der Sonnenhitze entfliehend auf eine Bank unter einem Baum gesetzt, das war aber sehr unpraktisch, auch weil es halt keinen Tisch zum drauf schreiben gab. Also sind wir weiter durch die Sonne und haben ein nices Caf\u00e9 aufgesucht, das zwar \u00fcberraschenderweise ein bisschen an einer Stra\u00dfe war, aber gegen\u00fcber von einer Kirche und mit St\u00fchlen unter Schirmen und B\u00e4umen. Au\u00dferdem hat der Cappuccino nur 1,50\u20ac gekostet und war echt l\u0113ker schm\u0113ker. Da haben wir dann irgendwie 2 Stunden lang geschrieben und noch das dritte Schokocroissant vom Fr\u00fchst\u00fcck gegessen. Die Atmosph\u00e4re da war sehr locker und entspannt und so sehr im Tag lebend irgendwie. Da es im letzten second hand Laden so sch\u00f6n war haben wir noch einen aufgesucht, der sogar noch second-hand-ladiger war, so ziemlich voll mit vielen verschiedenen Sachen, nicht so richtig sortiert aber mit Atmosph\u00e4re. Da haben wir dann verschiedene Hemden, Hosen, Jacken und Caps anprobiert, wieder behaltenswerte Sachen gefunden und wieder traurig nichts gekauft. Besonders hinterhertrauern werden wir der dunkelbeigen Hose von Paula und der Schwarzen Fransenlederjacke von mir. Da langsam Hunger aufkaum haben wir uns auf unserem Weg zum Sevilla Museum of fine art nach Tapasl\u00e4den umgeschaut und ein paar mehr oder weniger ansprechende gesehen. Vorher sollte es aber noch ins Museum gehen, in dem sehr viele sehr gro\u00dfe Gem\u00e4lde h\u00e4ngen, an denen sich Herr Ebeling wahrscheinlich gl\u00fccklich analysiert h\u00e4tte. Die Formate waren sich alle so 4*5 Meter oder so. Das war sehr beeindruckend, die erste Ausstellung war nur von Murillo oder so aus einer Kapelle und das war schon echt viel, auch so mit Erkl\u00e4rungen und so, das war sehr spannend, auch wenn wir beide fast alle Bilder f\u00fcr nicht wirklich sch\u00f6n aber beeindruckend befunden haben. Im Anschluss daran waren wir noch in der permanenten Ausstellung, die im gleichen Geb\u00e4ude, aber nicht in einer in eine Kunstgalerie umgebauten Kirche war. Da gab es dann noch mehr Kunst auf zwei Etagen aus 4 Jahrhunderten, Gem\u00e4lde, Skulpturen, Bronzen oder so Silberarbeiten. Das war mir ein bisschen viel und wir haben da auch schon 8 Stunden lang nichts mehr richtig gegessen, was auch auf meine Motivation geschlagen hat. Ich war gegen Ende auch nicht mehr richtig aufnahme- und genussf\u00e4hig im Gegensatz zu Paula. Irgendwann waren wir dann endlich fertig mit der Galerie und haben uns Tapas in der Stadt, aus der dieselben kommen genehmigt. Der Laden war auch an einer nicht schlecht befahrenen Stra\u00dfe, wir konnten aber wenigstens drau\u00dfen sitzen, drinnen war es n\u00e4mlich ziemlich ungem\u00fctlich. Die Tapas waren jedenfalls recht g\u00fcnstig und lecker, besonders die Kichererbsen mit Spinat finde ich, aber nicht die besten, die Paula je gegessen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>10.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Bus f\u00e4hrt um 8:10 Uhr, wir laufen 15 min da hin und sollen 15 min vor Abfahrt da sein. Also wird um 6:30 Uhr aufgestanden, Fr\u00fchst\u00fcck haben wir gestern schon gekauft. Wir haben nichts in der Wohnung vergessen, das Ladekabel von Paula wurde kurz vor dem Schlie\u00dfen der T\u00fcr noch gerettet. Nachdem wir den Flixbus fast nicht gefunden haben, weil der nicht gr\u00fcn und die Standortangabe sehr vage war, haben wir das dann doch getan und sind fast ohne Panik eingestiegen und gefahren. Die Fahrt war sehr unspektakul\u00e4r und hat uns beide mit mehr oder weniger guten Assoziationen an Lloret (\u028eoret) erinnert. Diesmal waren wir aber anstatt von 26 Stunden nur 4 oder so unterwegs. Eine halbe Stunde zu fr\u00fch in Lagos (Lagosch) haben wir uns nach kurzer Orientierungsphase auf den ebenso kurzen Weg zum Island Hostel begeben. Der Check-in ist erst 15 Uhr, 4 Stunden nach unserer Ankunft, wir wollten aber schon mal unsere Sachen da ablegen. Die T\u00fcr war aber zu und die Rezeptionstelefonnummer wurde nicht angenommen. So haben wir wenig erfreut auf der Stufe vor dem Hostel gewartet, bis Chloe uns die T\u00fcr aufgemacht hat und meinte, dass wir unsere Sachen nat\u00fcrlich schon mal in den einen Raum mit Sofa legen k\u00f6nnen. Da wir quasi nur f\u00fcr den Strand in Lagos waren haben wir dann gleich unsere Badesachen angezogen, die deutsche Sonnenmilch eingepackt und sind zum Strand gestepped. Paula hat da gleich einfach mal den sch\u00f6nsten rausgesucht, das sind so 4 nebeneinander, die von so Felsdingern getrennt sind, in denen unten so Tunnel sind, durch die man zwischen denen wechseln kann. Nach einer St\u00e4rkung aus Bratkartoffeln und Br\u00f6tchen aus dem Spar haben wir uns dann an das Wasser gewagt. Da das ja Atlantikwasser ist hat das auch eine dementsprechende Temperatur, auf der einen Webseite habe ich 18\u00b0C gelesen. Hat sich eher wie 18\u00b0K angef\u00fchlt, die F\u00fc\u00dfe taten nach 4 Wellen schon weh. Trotzdem sind wir auf einen kurzen Schwimm ins Nass gehopst. Nat\u00fcrlich gleicherma\u00dfen \u00fcberzeugt und ich nicht nur, weil Paula sehr \u00fcberzeugt meinte, dass sie da jetzt einfach reinl\u00e4uft. Nach 2 Minuten und am ganzen K\u00f6rper brennender Haut haben wir uns dann wieder ins Trockene begeben. Das Trocknen war sehr angenehm und die Sonne auf der Haut auch. Wir lagen dann erst in der Sonne, wieder trocken wurde es dann aber sehr bald auch sehr warm, also sind wir in die Nachbarbucht in den Schatten umgezogen. Dann wurde zu allererst das Zimmer ausgecheckt, das neben den Betten so 3m\u00b2 Platz hatte, von denen einer von dem \u00d6ffnungsbereich der T\u00fcr verbraucht wurde. So wurden die Sachen zum Teil auf dem Bett, zum Teil in dem Locker und zum Teil im Rucksack in dem Raum vor unserem Zimmer verstaut. Der Raum war, ebenso wie der fast als Lounge bezeichenbare Raum mit 90\u00b0 Ausblick und dem Balkon im dritten, unserem, Stock sehr entspannt eingerichtet und regelrecht gem\u00fctlich. Auch die K\u00fcche, die wir nach einem Einkauf f\u00fcr tricolor Riesenfusili mit Tomatenso\u00dfe getestet haben war sehr zu unserer Zufriedenheit ausgestattet und sauber. Toppi. Was nicht zu unserer Zufriedenheit war, waren die dann gekochten Nudeln, was zu Teilen daran gelegen haben mag, dass ich das f\u00e4lschlicherweise als Salz identifizierte Natron in ordentlichen Mengen in das Nudelwasser und die So\u00dfe gegeben habe, wodurch beides ein wenig seltsam geschmeckt hat, auch das zu viele Chilipulver konnte da nichts mehr retten. Da sich unsere M\u00fcnder und M\u00e4gen danach ein wenig ungut angef\u00fchlt haben, haben wir uns f\u00fcr eine Abendliche Fruchtsuche in der Innenstadt entschieden. Die war sch\u00f6n, weil in Lagos abends echt was los ist und die Stadt einfach sch\u00f6n aussieht. Wir haben mehrere Stra\u00dfenmusikerInnen gesehen und schlie\u00dflich auch einen Laden, der Fr\u00fcchte verkauft. Die fehlenden Preisschilder haben uns da zu 1,20\u20ac Pfirsichen versucht, was zu leichter Ver\u00e4rgerung gef\u00fchrt hat. Trotzdem wurden die dann auf der Hafenmauer mit Blick auf den Mondschimmer auf dem Atlantik verspeist.<\/p>\n\n\n\n<p>11.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige vollst\u00e4ndige Tag in Lagos wurde gut erholt, trotz beachtenswerter Lautst\u00e4rke in der Nacht, mit krossen Br\u00f6tchen und Knoblauch-Schnittlauch-Frischk\u00e4se, sowie Schokocroissants auf der Dachterrasse begonnen. Da das Wetter schlechter werden sollte sind wir dann wieder an den Strand, um die letzte Sonne zu genie\u00dfen. Vor der waren dann leider Wolken, sodass wir uns nicht noch mal ins Wasser gewagt haben. Stattdessen wurde klassischerweise geh\u00e4kelt, gelesen und wenig Clash of Clans gespielt. Zwischendurch kam sogar immer wieder die Sonne durch, sodass sich wenigstens das eincremen gelohnt hat. Nach der zweiten H\u00e4lfte tricolor Riesenfusili ohne Natron, was eine Geschmacksverbesserung von 897% dargestellt hat, ging es dann mit Banane \u00fcber den Strand. Also nicht \u00fcber den Strand, sondern dar\u00fcber. Also weiter oben, nicht im Sinne von \u00fcberqueren. Da gab es n\u00e4mlich die bereits im gestrigen Beitrag gezeigten Klippen\/Steine. \u00dcber die konnte man auf mehr oder weniger Vertrauen erregenden Wegen spazieren und sich die Str\u00e4nde und Klippen von weiter oben anschauen. Das war sehr spektakul\u00e4r und insbesondere die im Wasser freistehenden Felsnadeln, sowie die Felswand, die die Klippen bildet, wirkten schon fantastisch. Auch das recht bew\u00f6lkte, windige und dadurch auch frische Wetter haben dazu beigetragen. So war das Bananenverspeisen geradezu m\u00e4rchenhaft, die Bananenverspeisaussicht wird wohl so schnell nicht getoppt werden. Da wurden dann, wie 37 andere Personen auch, Fotos gemacht, von uns (siehe unten), sowie der Landschaft. Auf dem Heimweg sind wir noch die Treppe zu einer weiteren, abgeschlossenen Bucht hinuntergestepped und haben das Meer und die Felsformationen genossen. Das hat das ganze Erlebnis echt unvergesslich gemacht. Zuhause wurden dann zum abrunden des Tages Bratkartoffeln mit Gem\u00fcse gekocht, die einfach bombastisch geschmeckt haben, auch wenn die Kartoffeln recht weich waren, weil sie nicht, wie von Paula vorgeschlagen, in Scheiben sondern in von Noah vorgeschlagenen Klumpen gebraten wurden. Nach dem unvergesslichen Festmahl wurde vor dem Schlafen gehen noch die vorletzte Folge Stranger Things angefangen.<\/p>\n\n\n\n<p>12.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reservierung f\u00fcr den Zug nach Lissabon wollten wir eigentlich gestern kaufen, sind dann aber heute nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zum Bahnhof auf der anderen Kanalseite gelaufen und konnten die g\u00fcnstige Reservierung problemlos erwerben. Vor der Abfahrt habe ich mir noch einen Kaffee gew\u00fcnscht, sodass wir bei leichtem Nieselregen zum Tiger Coffee gegangen sind, wo nicht nur ein 0,4er Latte Macciato konsumiert, sondern auch ein Karottenkuchenst\u00fcck geteilt wurde. Eigentlich wollten wir dann noch f\u00fcr die Fahrt einkaufen, nachdem wir unsere Sachen aus dem Hostel geholt haben, das war uns dann aber zu knapp. Eine gute Entscheidung, wie sich zeitnah herausstellen sollte. Der dezente Nieselregen hat sich auf dem Zumbahnhofsweg dann n\u00e4mlich exponentiell zu einem Platzregen entwickelt, was f\u00fcr Noah ohne Regenjacke und Paula ohne Raincover f\u00fcr den Rucksack eher ung\u00fcnstig war. Mein Raincover habe ich dann unter so einem Zelt auf dem Weg dr\u00fcber gemacht, was unsere Englischen Mitzeltler sehr zu erheitern gescheint hat. Wir sind dann die restlichen 10 Minuten des Weges, wenigstens ohne Zeitstress diesmal, zum Bahnhof gegangen, nur um da sehr nass in einen sehr vollen Zug nach Tunes zu steigen, in dem wir im 6m\u00b2 Fahrradabteil mit 10 anderen Platz gefunden haben, 4 davon deutsche InterrailarInnen. An einem Stopp m\u00fcsste der Engl\u00e4nder raus, weil er irgendwie Fahrr\u00e4der verkauft hat, die Frau von dem, der die gekauft hat hatte einfach so einen 2m Radius Sonnenschirm als Regenschirm dabei, ja Moin. Nach einer Stunde nassem Stehen im Zug und einer weiteren Stunde nassem Stehen am Bahnhof konnten wir dann auf unsere reservierten Pl\u00e4tze nach Lissabon. Da haben wir, vor dem Versuch ein Metro\/Busticket zu kaufen und den Weg zu unserem Hostel herauszufinden, noch den Rajo in der Nachmittagssonne bewundern d\u00fcrfen, was sehr eindrucksvoll war. Am Bahnhof haben wir uns dann noch vor\u00fcbergehend mit Geb\u00e4ck eingedeckt, um meine Apathie vorzubeugen und mein Piepen im Ohr wegzubekommen. Im Hostel angekommen, was unglaublich seri\u00f6s, sauber, organisiert und gem\u00fctlich aussieht, haben wir trotz fehlender E-Mail des Hostels problemlos einchecken k\u00f6nnen. Unser Achterzimmer ist sehr entspannt, wir haben voll hohe Decken, gro\u00dfe Fenster und einen Balkon. Auch die B\u00e4der sind sauber und schick, die K\u00fcche ist echt gut ausgestattet, es gibt sogar einen Ofen, eine Fritteuse und eine P\u00fcrierstab. Also echt alles toppi. Nach einem Einkauf beim Lidl um die Ecke gab\u2019s dann Rigatonitomatenso\u00dfenauflauf, um Paula zu zeigen, dass \u00fcberbackene Nudeln lecker sind.<\/p>\n\n\n\n<p>13.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer angenehmen Nacht in unserem schicken Zimmer wurde wie \u00fcblich gefr\u00fchst\u00fcckt und sich danach aufgemacht, um das St\u00e4dtchen zu erkunden. Wir haben aus einem Blog mit Tipps f\u00fcr Lissabon ein paar Stadtteile und Geb\u00e4ude ausgesucht und wollten die dann mit ein bisschen durch die Stadt schlendern verbinden. Los ging es in Richtung Alfama, dem anscheinend \u00e4ltesten Viertel hier. Schon auf dem Weg haben wir einige Kreuzungen und H\u00e4user passiert die als durchaus fotografierenswert eingestuft wurden. In Alfama haben wir dann sehr schnell eine Aussichtsplattform gefunden, auf der echt viel los war, von der man aber auch einen fantastischen Blick \u00fcber die Stadt und den Tajo hat. Da haben wir uns dann nicht den 47 anderen Leuten angeschlossen und von uns ein Foto gemacht. Daf\u00fcr von der Aussicht. Da in Alfama auch die Kathedrale S\u00e9 sehr sehenswert sei und die nur 4 Minuten weg war haben wir da dann auch noch hingeabstechert. Die war dann schon sch\u00f6n und gro\u00df, mit zwei T\u00fcrmen und Glocken drin und so, uns wirklich abgeholt hat die aber nicht muss ich sagen. Umgekehrt haben wir das dann aber getan, und zwar Br\u00f6tchen, Brioche Croissants, einen Apfel und einen quasi ein bisschen s\u00fc\u00dfen 400g Minibrotlaib, der unfassbar dicht und s\u00e4ttigend war. Ich hatte n\u00e4mlich wieder Hunger und Paula keinen Bock auf einen apathischen Noah. So haben wir auf den Stufen von einem sch\u00f6nen Geb\u00e4ude den Kram verspeist, um uns dann weiter nach Barrio Alto zu wagen. Auf dem Weg haben wir noch zwei Vintagel\u00e4den besucht, der erste war sehr alt und klassisch eingerichtet, mit Kronleuchtern und \u00e4hnlichem, der zweite war ein sehr n\u00fcchtern dekorierter Humana, im Ersten musste mal wieder etwas zur\u00fcckgelassen werden, diesmal eine bunt karierte, kurze blazerartige Jacke. In Barrio Alto sollte es dann richtig sch\u00f6n sein, wir m\u00fcssen da irgendwie den falschen Weg gegangen sein, es war n\u00e4mlich schon h\u00fcbsch, aber nicht \u00fcberragend sch\u00f6n. Daf\u00fcr haben wir erst ein paar Meter hoch und danach ein Paar Past\u00e9is de Nata runter gemacht, zusammen mit einem Cappuccino an einer belebten mit der Stra\u00dfenbahn der Linie 28 befahrenen Stra\u00dfe. Die Suche nach dem Caf\u00e9 war ziemlich erm\u00fcdend und ich war sehr froh, dass wir dann eins gefunden haben. Auf dem R\u00fcckweg haben wir noch einmal mehr von der Stadt sehen k\u00f6nnen, sodass wir mit vielen neuen Eindr\u00fccken die 1,5l Chili sin Carne mit Reis verspeisen konnten. Beim Kochen haben wir wieder ein wenig mit den zwei deutschen Boys geredet, die immer fukin fancy kochen und Gin trinken, bin schon bisschen neidisch muss ich gestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>14.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Bei 24 kommen direkt Weihnachtsssozialionen auf, das ist aber vollkommen unn\u00f6tig und hat auch nichts mit dem heutigen Tag zu tun. Den haben wir n\u00e4mlich wieder mit Haferflocken mit Banane und Nektarine begonnen und danach nach unseren letzten Unterk\u00fcnften gesucht. Das war doch ziemlich l\u00e4stig und hat deutlich l\u00e4nger gedauert als geplant, so haben wir aber wenigstens den Regen des Tages vermieden. Nach viel Fastdienervenverlieren haben wir jetzt bis auf zwei N\u00e4chte alles gebucht bis zum Ende, damit durch zu sein war eine Erleichterung sondergleichen und ein komisches Gef\u00fchl, weil wir ja gerade erst ein bisschen mehr, als die H\u00e4lfte der Zeit um haben und schon zu Ende geplant haben. Wenn sich jetzt noch die gute Airbnbfrau aus Bordeaux meldet sind wir erstmal sorgenfrei. F\u00fcr unseren Geschmack viel zu sp\u00e4t haben wir dann nach Nudelmittagessen das Hostel verlassen, um weiter die Stadt zu erkunden. Daf\u00fcr haben wir extra noch einmal Br\u00f6tchen belegt, sodass wir diese an verschiedensten Orten verspeisen konnten. Wir haben also quasi eine kulinarische Stadttour gemacht, wir hatten halt nur an jedem Stopp 9ct Br\u00f6tchen mit Aufstrich und einmal sogar ein Croissant. Der erste Stopp war die Igreja de S\u00e3o Vicente de Fora, die wir von der Aussichtsplattform am ersten Tag gesehen haben. Der Eintritt war sogar frei, der Wikipedia-Artikel daf\u00fcr sehr entt\u00e4uschend. Die war, wie gef\u00fchlt alle Kirchen in Portugal, so aus wei\u00dfen, groben Steinen und ziemlich gro\u00df, mit einem lateinischen Kreuz als Grundriss. Die war von innen schlichter als die aus Italien bekannten Kirchen, was wir sehr ansprechend fanden. Am sch\u00f6nsten war trotzdem der Innenhof so schr\u00e4g dahinter, mit \u00fcberwachsenem Holzgestellen am Rand und l\u00e4nglichen Beeten darunter. Da wurde dann auch diniert. Dann ging es weiter in eine sch\u00f6ne Stra\u00dfe, bei der sich wieder \u00fcber portugiesischen Stra\u00dfenbau gewundert wurde. Der ist n\u00e4mlich mehrschichtig, erst ist so gepflastert mit schwarzen W\u00fcrfeln, wie echt viele Stra\u00dfen, und dann sind da ein bis drei Schichten Teer dr\u00fcber, die alle sehr br\u00f6ckelig und uneben sind. Naja, in dem kleinen Caf\u00e9, in dem wir waren, in so einer wenig befahrenen und nur auf einer Seite bebauten Stra\u00dfe haben wir dann neben Tiramisueis und Cappuccino auch ein weiteres Br\u00f6tchen gegessen. Als die alte Stra\u00dfenbahn vorbeifuhr haben wir uns dann schnittig mit der abgelichtet. Unser weiterer Weg hat uns dann vor eine weitere Kirche gebracht, auf deren Stufen wir beim Croissantgenie\u00dfen auch einer Walking Tour zuh\u00f6ren durften, das war \u00fcberraschend interessant. Ganz am Ende der Reise sind wir dann auf dem Pra\u00e7a de Com\u00e9rcio gelandet, wo wir uns den schicken Triumphbogen und den Typi auf dem Bronzepferd dahinter angeschaut haben. Noch sch\u00f6ner als das war dann die Stra\u00dfenbahn 28, die uns 15 Minuten nach Hause gefahren hat. Dass sie dann an unserer Haltestelle nicht gehalten hat und wir dann 10 Minuten laufen mussten war allerdings ein bisschen schade. Zum Abendessen wurden sich dann Ofenkartoffeln mit buntem Salat gemacht, was vorz\u00fcglich geschmeckt hat. W\u00e4hrend der Zubereitung wurde dann ein wenig mit Eu-Railern aus Australien geredet, was sehr cool war.<\/p>\n\n\n\n<p>15.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Haferflocken haben wieder unseren Start in den Tag gebildet, der heute erstaunlich fr\u00fch war. Im Anschluss daran wurde sich auf den Weg nach Bel\u00e9m gemacht, so einem Viertel im Westen, was superspitze sein soll. Nach einer sich f\u00fcr mich durch Schlaf nicht so lange angef\u00fchlt habenden einst\u00fcndigen Fahrt mit dem Bus sind wir dann in einer mittelsch\u00f6nen Gegend ausgestiegen, um durch eine h\u00e4ssliche Stra\u00dfe zu einer anderen mittelsch\u00f6nen Gegend zu gehen, da waren dann diese Burg, die irgendwie Torre hei\u00dft und kommt, wenn man Lissabon googlet und ein Denkmal, um die tollen Kolonialisten zu ehren, da war sogar eine Frau bei. Der Park dazu war auch nur semispannend, die Br\u00fccke, Ponte 25 de Abril, war so das Interessanteste da, die \u00fcbrigens \u00fcber den Tajo und nicht den Rajo geht, hubsi. Auch Jesus auf einem Sockel in ganz gro\u00df war cool, Jesus halt skrrt. Das wurde uns dann irgendwann zu langweilig, weshalb wir in das Museu Cole\u00e7\u00e3o Berardo gegangen sind, weil da auch viele Sachen aus dem Kunstunterricht sind. Da konnte man sich dann die Entwicklung der Kunst vom 20. ins 21. Jahrhundert anschauen und unter anderem Werke von Picasso, Schwitters, Warhol, Lissitzki und anderen anschauen. Es ist schon durchaus ein Erlebnis Originale, von denen Herr Ebeling fasziniert im Unterricht spricht, in echt zu sehen. Einige Richtungen haben uns da nat\u00fcrlich mehr als andere angesprochen, so ganz abstraktes oder scheinbar nur Geschmiere hat uns nicht so ber\u00fchrt, aber manche surrealistischen Gem\u00e4lde oder Pop-Art Assemblagen waren schon sehr cool. Hier m\u00f6chte ich kurz unsere Mitmuseumsbesichtigerin aus Deutschland zitieren, die sich einige Bauhaus Sachen angeschaut hat und meinte die seien \u201eabstrakt aber trotzdem nett\u201c. Das ist doch sch\u00f6n. Na, ich finde es jedenfalls irgendwie sehr spannend sich vorzustellen, dass die K\u00fcnstler, die diese seltsam oder einfach erscheinenden Gem\u00e4lde und Werke gemacht haben und damit irgendwie was ausdr\u00fccken oder hinterfragen oder kritisieren oder karikieren wollten, sich dabei nicht l\u00e4cherlich genug vorgekommen sind, das nicht zu machen. Manche Gem\u00e4lde, so eine wei\u00df angemalte Leinwand oder irgendwelche Kritzeleien w\u00fcrde ich ja auch hinbekommen, aber die Absicht dahinter ist irgendwie spannend. Na, genug Kunst, zur\u00fcck ging es dann mit der Bahn und U-Bahn, was irgendwie komplizierter war, als gedacht. Wieder im Hostel wurde sich dann zum Abendessen ein Curry geg\u00f6nnt, der langkorrelige rijst der Australier hat dazu echt gut geschmeckt. Beim Kochen und Essen haben wir noch weiter Leute kennengelernt, und zwar Simona, Fiene, Melia und Kathie, sowie Jack, der aus den USA kam und einen Niederl\u00e4nder, dessen Name zu seltsam zum Merken war. Mit denen war es dann so nett, dass wir uns bis halb 12unterhalten haben \u00fcber Studium, Coronaabitur und was wir so schon geinterrailt haben und was noch ansteht. Dass die ersten vier deutsch waren war praktisch f\u00fcr die Kommunikation, die sich erst nach der Dazugesellung von Jack ins Englische verschoben hat. Die haben dann alle zusammen Pl\u00e4ne f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag gemacht, wo wir dann leider schon weg sind, was echt schade ist, weil die alle sehr entspannt sind. Liebe Gr\u00fc\u00dfe an der Stelle an die Lieben.<\/p>\n\n\n\n<p>16.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder ein Reisetag, deshalb wurde um halb 9 aufgestanden, gefr\u00fchst\u00fcckt und sich so auf den Weg zum Zug gemacht, sodass wir ausnahmsweise mal keinen Stress hatten. So konnten wir beim Lidl am Hauptbahnhof noch Br\u00f6tchen kaufen, die zusammen mit den Restm\u00f6hren vom Curry verspeist wurden. Der Zug hatte dann 30 Minuten Versp\u00e4tung und der Versuch, die Fahrt nach Madrid zu buchen, hat auch noch mal 40 Minuten gedauert, daf\u00fcr haben wir jetzt bis Pontevedra alles reserviert und hoffen, dass wir die anderen Z\u00fcge spontan buchen k\u00f6nnen. Vom Hbf sind wir dann mit der Metro mitten in die Innenstadt gefahren, wo wir nur 5 Minuten zu unserem Hostel laufen mussten. Besagtes Hostel ist \u00fcbrigens seeehr sch\u00f6n, mit viel Stuck und einer Kuppel im Dach \u00fcber dem Treppenhaus, einer guten K\u00fcche, einer sch\u00f6nen Lounge und eine Au\u00dfenbereich mit Kunstrasen und vielen gem\u00fctlich Sitzm\u00f6glichkeiten. Nur das Zw\u00f6lferzimmer mit vier Dreifachstockbetten braucht ein wenig Gew\u00f6hnung, was aber durchaus m\u00f6glich ist. An dieser Stelle m\u00f6chte ich kurz von unserem Mitzimmerler erz\u00e4hlen, der den Jakobsweg gelaufen ist, oder einen anderen Camino, so 400km sagt er, und das so geil fand, dass man danach ja gar keinen anderen Urlaub mehr machen wollen w\u00fcrde. Okay, wenn er das sagt. Trotzdem wurden nach dem Ankommen bald einige Supplies eingekauft, um Nudeln mit Tomatenso\u00dfe, S\u00fc\u00dfkartoffelpommes mit Gem\u00fcsepfanne und Fr\u00fchst\u00fcck machen zu k\u00f6nnen. Nach erstem sind wir dann die Innenstadtstra\u00dfe hinuntergeschlendert und haben uns die n\u00e4chtliche Innenstadt angeschaut, bis es Paula zu kalt wurde, dann war das zweite Gericht sehr willkommen. Bei und nach dem Essen konnten wir dann im Garten unseren Tischnachbarn dabei beobachten, wie er sehr unsympathisch und von oben herab einer Frau erkl\u00e4rt hat, wie das mit den Sternzeichen ist, was sie dann ihrem Sternzeichen entsprechend machen m\u00fcsste und wie sie sich generell verhalten m\u00fcsse, wenn sie es richtig machen will. Das war sehr unterhaltsam und wir hatten gemeinsames Mitleid mit der Frau.<\/p>\n\n\n\n<p>17.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Durch unseren regelrechten Gro\u00dfeinkauf des Vortrages konnten wir direkt in dem h\u00fcbschen Hinterhof Fr\u00fchst\u00fccken und uns danach auf in die Stadt wagen. Wir hatten uns daf\u00fcr extra schon ein paar noice Tourisachen rausgesucht, so ging es \u00fcber eine tolle Treppe runter an den Douro, \u00fcber den die Ponte Dom Lu\u00eds I f\u00fchrt, die von einem Kollegen von Gustave Eiffel geplant wurde. Am Douro gibt es auch den sch\u00f6nen Pier, der kommt, wenn man Porto googlet. Den sind wir auch ein wenig herunterspaziert, die Sonne hat dann aber so geballtert (Gr\u00fc\u00dfe an Herrn Ebeling an der Stelle), dass wir bald abgebogen sind, um zu einem kleinen Pl\u00e4tzchen zu gehen, auf dem es zwei h\u00fcbsche Caf\u00e9s gab. Die waren eigentlich gar nicht wirklich h\u00fcbsch, aber an einem h\u00fcbschen Ort. Der Platz, der eher eine breite Stelle an der Ministra\u00dfe war, war umgeben von sch\u00f6nen alten Steinh\u00e4usern und die Sonne hat da, wenn nicht gerade eine Cumulus oder Stratuswolke davorgezogen ist, immer noch viel W\u00e4rme auf unserer Haut erzeugt. So sind wir nicht allzu bald weiter gezogen, um uns die Zweite S\u00e9 anzugucken, diesmal dann die S\u00e9 do Porto. Auf dem Weg dahin sind wir noch \u00fcber so einen Hinterhof oder so von einer anderen Kirche gelaufen, von dem aus man einfach einen super Blick \u00fcber die Stadt hatte. Den haben wir uns dann bei Maps gespeichert, um da den Abend zu genie\u00dfen. Zur\u00fcck zum Haus am S\u00e9, also zur Kathedrale, die war ein bisschen interessanter, als die in Lissabon, aber auch nicht wirklich astonishing. So waren unsere Gedanken schnell wieder bei Nudeln mit Feta und Tomaten, nach denen wir, wieder im sch\u00f6nen Hof, Blog geschrieben und telefoniert haben. Da es dann wieder recht sp\u00e4t war haben wir uns nach dem Vorbereiten von Burritos mit ebendiesen an unseren sch\u00f6nen Kirchhinterhof begeben, weil wir eigentlich den Sonnenuntergang angucken wollten. Daf\u00fcr waren wir dann ein kleines bisschen zu sp\u00e4t, der Himmel sah aber trotzdem wundersch\u00f6n und spektakul\u00e4r aus. Da haben wir bei ein bisschen Musik dann gespeist und wieder einmal ebenso k\u00f6stliche Unterhaltung gepflegt. Noch erw\u00e4hnenswert f\u00fcr den Abend ist die Katze, die da herumstreunerte und sich von Paula sogar ein wenig streicheln hat lassen und f\u00fcr den Nachmittag die alte Dame, die auf der Dachterrasse direkt unter dem Hinterhof einen kleinen Garten hatte, den sie sehr liebevoll gepflegt hat. Beiden hatten wir noch sehr viel l\u00e4nger zuschauen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>18.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Flocos d\u00ea aveia von mir in Lissabon vergessen wurden haben wir uns zum Fr\u00fchst\u00fcck Toast mit Aufstrich genehmigt. Im Anschluss daran sollte es dann zur S\u00e3o Bento Station gehen, einem Bahnhof, der von innen mit massig angemalten Fliesen ausgestattet war, die irgendwie die Geschichte Portugals erkl\u00e4rt haben. Das war wirklich beeindruckend, weil die gef\u00fchlt 7m hohen W\u00e4nde komplett zugefliest waren und das halt einfach ein riesiges Gem\u00e4lde war. Da es wieder so warm war haben wir uns dann auf zu einem \u201eschattigen Park\u201c gemacht, der indeed schattig war und auch sonst ganz s\u00fc\u00df. Es gab wieder so einen Betonschalenseen und viele B\u00e4ume und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, sodass da eine sch\u00f6ne Atmosph\u00e4re war. Da haben wir dann eine halbe Stunde Pause gemacht und festgestellt, dass wir jetzt 4 Wochen lang keinen einzigen Gammeltag hatten, obwohl wir Gammeltage eigentlich echt m\u00f6gen. Hier hat man dann aber immer das Gef\u00fchl was zu verpassen. Deshalb wurde dann weiter durchgezogen, Past\u00e9is de Nata aus einer Manteigaria probiert, was sehr viel knuspriger und w\u00e4rmer und leckerer als das letzte war, eingekauft und Spinatspaghetti gekocht, obwohl es f\u00fcr Mittagessen eigentlich schon zu sp\u00e4t war. Aufgrund der geplanten Pizzag\u00f6nnung an dem selbigen Abend wurde dann Pizzateig nach Harting\u2019schem Rezept vorbereitet und sich in der Gehzeit auf die obere Ebene der Ponte Dom Lu\u00eds I gewagt, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Mit dieser Idee waren wir nicht alleine, die Br\u00fccke und vor allem der Hang hinter der Br\u00fccke waren einfach so voll, wie bei einem Festival. Diesmal tats\u00e4chlich den Sonnenuntergang bewundernd haben wir die Zeit auf der Br\u00fccke genossen und das Farbspektakel am Himmel noch mehr. Ebenso genossen wurde dann die Pizza, deren Teig ich mit vorz\u00fcglich und Paula mit gar nicht so schlecht bewerten w\u00fcrde. Insbesondere der Knoblauch auf der Pizza war einfach baba. Wir haben uns dann zuf\u00e4llig zu Katharina an den Tisch gesetzt, die aus K\u00f6ln kommt und gerade den 250km Anf\u00e4nger-Camino gelaufen ist und jetzt bald wieder nach Hause f\u00e4hrt. Bald dazugesellt hat sich auch Hermann, ein Rettungssanit\u00e4ter aus Dresden. Mit denen haben wir dann sehr cool \u00fcber unsere jeweiligen Reisen\/Urlaube geredet und \u00fcber Hostels und wie schnieke dieses Hostel hier ist. Beide haben sich dann aber bald auf ins Bett gemacht, sodass wir bald gepackt haben f\u00fcr die morgige Reise nach Madrid.<\/p>\n\n\n\n<p>19.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Adeus Porto. Ab heute sind wir keine Porto-Gals mehr. Heute soll es nach Madrid gehen, die Stadt, in der wir nur sind, weil wir da eh durch m\u00fcssen, deshalb gibt\u2019s auch nur zwei \u00dcbernachtungen da. Der Zug f\u00e4hrt um 8:13 Uhr, die U-Bahn noch fr\u00fcher. So wurde um 6 aufgestanden, gefr\u00fchst\u00fcckt und zu Ende gepackt, es war dann doch wieder knapp und so wurde mit gro\u00dfen Schritten zur U-Bahn marschiert. Da hat dann aber alles geklappt und die Fahrt zum ersten Stopp Vigo lief spitze. Da angekommen wollten wir in den 55m Umstiegszeit schon den Zug von Pontevedra, dem zweiten Stopp, nach Madrid buchen. Nun, der von Pontevedra war schon ausgebucht, es gibt aber noch einen von Vigo aus um 17:08 Uhr. So hatten wir dann von 11:38 Uhr bis 17:08 Uhr Zeit, das sch\u00f6ne Vigo zu genie\u00dfen mit knapp 30kg Gep\u00e4ck. Deshalb wurde sich erst 2 Stunden in ein Caf\u00e9 nahe dem Bahnhof gesetzt und geschrieben und gelesen. Als wir meinten, dass es dreist w\u00e4re noch l\u00e4nger zu bleiben haben wir uns auf gemacht in einen gr\u00fcnen Fleck auf Maps, der sich als in ordnunger Park mit so einer gro\u00dfen Schwimmerskulptur, die im Beton schwimmt und sehr alt aussehenden Olivenb\u00e4umen entpuppt hat. Da wurde dann der Rest der Wartezeit verbracht und sich dann mit viel Luft auf den Weg zum anderen Bahnhof gemacht, von dem unser Zug fahren w\u00fcrde. Der Weg hat sich als beschwerlicher als erw\u00fcnscht erwiesen, nach einem fixen Einkauf haben wir uns n\u00e4mlich mit 8.849 H\u00f6henmetern Treppen konfrontiert vorgefunden. Die wurden dann in der scheinenden Sonne zur\u00fcckgelegt, bis wir endlich in der Mall in den Zugbereich gekommen sind. Nachdem sich da zurechtgefunden wurde ging es auf Richtung Madrid. Die 4h 44m gingen dann ganz gut um und um 22 Uhr in Madrid haben wir sogar einen Zug nach Sol gefunden, der Haltestelle in der N\u00e4he unseres Airbnbs. Aus besagter Station rauszukommen war erstaunlich schwierig, die war n\u00e4mlich n\u00e4her am Erdkern, als an der Erdoberfl\u00e4che, so wurden wieder einige Treppenh\u00f6henmeter zur\u00fcckgelegt, diesmal erfreulicherweise mit Rolltreppen. In Madrid auf dem Weg zum Airbnb haben wir dann bemerkt, dass Madrid echt gro\u00df ist, so mit richtig breiten Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen, die von der Gr\u00f6\u00dfe und F\u00fclle an Menschen an das Times Square erinnern. In unserer Wohnung, die eigenetlich Giselle geh\u00f6rt, sind in zwei anderen Zimmern noch andere Airbnbler, denen sollten wir aber \u00fcberhaupt nicht begegnen. Ihre Wohnung riecht ein bisschen nach so Wohnungsparfum, ist aber ganz nett eingerichtet und unser Zimmer ist toppi. Nach gr\u00fcnen Tagliatelle wars das dann f\u00fcr den Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>20.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt geht es mit den Tageszahlen los, von denen ich bei \u201eDer erste Tag\u201c dachte, dass die dann schon echt gro\u00df sind. Heute ist unser einziger Tag in Madrid. Es sollte ein sch\u00f6ner werden. Nach bekanntem Fr\u00fchst\u00fcck haben wir uns in die sonnige Stadt aufgemacht. Daf\u00fcr hatte ausnahmsweise ich mal ein paar schicke Sachen rausgesucht. So ging es erst auf den Plaza Mayor, der \u00fcberraschenderweise ein gro\u00dfer Platz war, mit so einem sch\u00f6nen Arkadengang au\u00dfenrum. In der Mitte gab es auch wieder eine h\u00fcbsche Reiterbronze und generell war der Platz und die Stra\u00dfen, in die wir vom Platz aus gucken konnten, echt h\u00fcbsch. Eigentlich wollte ich uns dann zur Air Crash Sculpture f\u00fchren, ich hab den Punkt aber bei Maps \u00fcbersehen, sodass es dann in das Barrio Latina ging, was ein wenig abseits davon lag. Da gab es dann neben sch\u00f6nen Stra\u00dfen und H\u00e4usern nicht viel, sodass wir uns weiter zum Las Vistillas Garden begeben haben. Das ist so ein kleiner Park, der auf der Secret Things to do in Madrid Liste war, in dem voll viele Familien chillen. Generell war es da irgendwie sehr friedlich und vergleichsweise ruhig. Da wurden dann die Schokocroissants und der Apfel hinuntergegobblet und sich \u00fcber die Friedlichkeit des Ortes und die Art und Weise, mit der Kinder die Welt betrachten, unterhalten. Wir hatten auf dem Weg schon einen anderen Park gesehen, zu dem sind wir dann zwar nicht gegangen, aber zu einem anderen mit einem Teich mit Springbrunnen in der Mitte. Da haben wir uns dann auf dem marmornen Teichrand gesetzt und das Wetter, die Umgebung und unser Leben genossen. Die bereits von uns von den beiden Parks aus gespottete Almudena-Kathedrale war dann unser n\u00e4chster Stop, die war einfach ein riesen Komplex, von innen waren die Decken aber alle ziemlich niedrig und es war trotz der wei\u00dfen Steine ziemlich dunkel. Seltsam waren irgendwie die ganzen Grabplatten im Fu\u00dfboden und der gesamte Innenaufbau, weil der quasi ein S\u00e4ulenwald war. Die war jedenfalls sehr k\u00fchl und somit sch\u00f6n. Den K\u00f6nishauspalast haben wir irgendwie ausversehen \u00fcbersprungen, daf\u00fcr sind wir dann doch noch zur Air Crash Sculpture gegangen und damit unsere Mini Barcelona Rundtour abgerundet. Nach Tomaten-Mozzarella-Baguette ging es dann noch einmal auf die Stra\u00dfen, es war dann schon d\u00e4mmerig und so konnten wir Madrid noch einmal in einem anderen Licht erleben. Mit den ganzen Leuchtschildern und den Auto- Roller- und E-Scooterlichtern sah die Stadt gleich ganz anders aus, hat uns aber immer noch \u00fcberraschend gut gefallen. Insgesamt mag ich Madrid deutlich lieber, als Barcelona, weil es irgendwie in den einen Stra\u00dfen richtig s\u00fc\u00df ist mit h\u00fcbschen H\u00e4userzeilen und hellen, begr\u00fcnten Pl\u00e4tzen und in es den anderen Stra\u00dfen das weitl\u00e4ufige, gesch\u00e4ftige Treiben der Gro\u00dfst\u00e4dtler zu sehen gibt. Die ganzen Ger\u00e4usche und Eindr\u00fccke w\u00fcrde mich nach einigen Tagen glaube ich ganz sch\u00f6n stressen, so f\u00fcr ein paar Tage Stelle ich mir Madrid aber sehr sch\u00f6n vor. Naja, auf unserem Abendspaziergang sind wir auch noch an der Bank of Spain vorbeigekommen, die f\u00fcr Tokio wohl eher die Bank of Pain war. Trotzdem wurden dann gr\u00fcne Tagliatelle mit Tomatenso\u00dfe gegessen.<\/p>\n\n\n\n<p>21.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Mittwoch ist Fahrtag. Der wieder um halb 6 beginnt. Also wie gewohnt packen, essen, loslaufen. Das finden des richtigen U-Bahn Eingangs war kurz noch stresserregend, hat dann aber geklappt. So sind wir erst nach Chanmartin und von da aus weiter nach Bilbao gefahren. Auf der Fahrt haben wir quasi nur genapped, weil wir doch ziemlich m\u00fcde waren. In Bilbao haben wir dann auf den Plaza Nueva die zweite H\u00e4lfte Tagliatelle mit Tomatenso\u00dfe verspeist. Da haben wir dann auch die erstaunlich vielen Touristen und Walkingtourer bewundert, ich meine was will man in Bilbao? Das einzig herausragende sind wohl die coolen E-Busse, die Bilbobus hie\u00dfen und mich so an Maxims Surface erinnert haben. Wir haben uns jedenfalls schon bald weiter auf zum Bahnhof gemacht, von dem wir noch zum Busbahnhof kommen mussten, weil der zweite Teil der Reise wieder geflixbust werden sollte. Daf\u00fcr mussten wir Bahn fahren, weil wir (sehr leider) keine Zeit mehr f\u00fcr die 33 Minuten Fu\u00dfweg hatten. Das tolle wiederverwendbare Ticket hat tolle 2,70\u20ac pro Person gekostet, was sich f\u00fcr 10 Minuten Zugfahrt sehr gelohnt hat. Anyway, im Bus haben wir uns dann f\u00fcr die 6 Stunden h\u00e4uslich eingerichtet, die haben wir mit schlafen, lesen, schreiben und h\u00e4keln verbracht. Au\u00dferdem konnten wir immer wieder die \u00fcberaus beeindruckenden Felsformationen bewundern, es gibt auf dem Weg n\u00e4mlich so richtig senkrechte crispe H\u00e4nge, was wie in einem Videospiel aussieht. In Bordeaux angekommen sind wir dann mit der Stra\u00dfenbahn in Richtung unseres Appartements gefahren und sind die letzten Meter zu Fu\u00df gelaufen und sind dabei direkt an einem von Bordeaux\u2018 schicken Toren vorbeigekommen. Im Airbnb wurden wir dann von Pablo und Katy willkommen gehei\u00dfen, die uns einfach direkt die Stadt erkl\u00e4rt und uns einige sch\u00f6ne Orte markiert haben und generell sehr entspannte und gut englissprechende Menschen sind. Katy kommt auch urspr\u00fcnglich aus Boston und Pablo aus Spanien, sodass sie beide recht internationale Leute sind. Sie sind auch beide Veganer und klein.<\/p>\n\n\n\n<p>22.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Nacht in dem maximal 1,70 m hohen Dachgeschoss unserer Bordeauxer wurden sich zum Start so Schokocornflakes oder so genehmigt, sogar mit Sojamilch und nicht Wasser. Dabei wurde sich dann das wieder ein bisschen mit Pablo und Katy unterhalten, die wirklich sehr coole und offene Menschen sind. Danach sollte es dann in die Innenstadt gehen, sogar bei gutem Wetter. Dabei wurde sich an dem f\u00fcr uns gemachten Plan orientiert und regelrecht ein kleiner Rundgang gemacht. Daf\u00fcr sind wir erst mal weiter in die Innenstadt gedrungen zur Cath\u00e9drale Saint-Andr\u00e9, die so schick gotisch ist mit verzierten Fenstern, einem coolen Portal und einem Turm, der einfach neben der Kirche steht. Die ist echt nice. Schon da f\u00e4llt uns beim herumlaufen auf, dass so viele Leute so sch\u00f6ne und unterschiedliche Styles haben, dass es richtig Spa\u00df macht herumzugucken. Da der Place des Quinconces auch supertoll sein soll und wohl irgendwie einer der gr\u00f6\u00dften Pl\u00e4tze aus Europa ist, sollte das der n\u00e4chste Punkt werden. Es war dann ein bisschen entt\u00e4uschend, dass das wirklich einfach nur so eine gro\u00dfe Sandkiesfl\u00e4che mit nichts drauf ist und B\u00e4umen rum und vielen Baustellen darauf. Der Brunnen an der Spitze des Platzes war so das Highlight von dem, der war n\u00e4mlich mit einer \u00fcbel hohen S\u00e4ule in der Mitte mit einer Skulptur drauf und auch unten noch einigen Bronzemenschen. Na, nachdem uns das nicht so abgeholt hat haben wir es mit dem Miroir d\u2019eau versucht, der ein gro\u00dfes, flaches Wasserbecken ist, in dem sich die umliegenden Geb\u00e4ude spiegeln (So ein fancy Museum und ein Palast). Daneben gab es noch einen schmalen Park, mit viel Begr\u00fcnung und sehr sch\u00f6nen Laternen, deren Schirme aus kunstvoll ausgeschnittenem Metall sind. Das war schon nice, wenn aber die Kackkinder und nervigen Erwachsenen nicht die ganze Zeit dadurch laufen w\u00fcrde w\u00e4re die Spiegelung sicher noch sch\u00f6ner. Ist trotzdem ganz sehenswert. Dann \u00fcberkam uns der Hunger und wir haben uns auf zu unserer Wohnung und Salat gemacht, der zusammen mit den \u00fcbrigen Nudeln verspeist wurde. Ganz abends haben wir uns dann noch einmal raus auf die Pont de Pierre gewagt und sind sogar ein bisschen am anderen Ufer langspazier. Das haben wir dann aber als Nichts f\u00fcr uns an diesem Abend befunden und haben uns wieder zur\u00fcck begeben, um mit Couscous und Gem\u00fcse gef\u00fcllte Paprika zu kochen. Wieder einmal haben wir uns weiter mit Pablo und Katy unterhalten, mit denen das Zusammensein immer lockerer wird.<\/p>\n\n\n\n<p>23.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn m\u00f6chte ich kurz das interessante Gef\u00fchl erw\u00e4hnen, weil wir jetzt schon in Paris sind und der Tag echt nicht weit zur\u00fcck liegt und sich aber echt weit weg anf\u00fchlt. Es ist jedenfalls sch\u00f6n aus einem Pariser Caf\u00e9 in die belebte verregnete Stra\u00dfe schauend an die sonnigen, sch\u00f6nen Tage Bordeaux\u2018 zu denken. Der richtige zweite derselben hat jedenfalls wieder mit Cornflakes gestartet und einem Kaffee von Katy (die Katelin hei\u00dft), der einfach richtig gut war. Die haben so eine Kaffeemaschine, mit so einem Wasserdampfmilchaufsch\u00e4umer und einen eigenen Blender f\u00fcr Kaffeebohnen. Die Baristahafermilch hat den Kaffee jedenfalls hervorragend abgerundet, sodass derselbe mild, leicht s\u00fc\u00dflich und lecker kaffeeig geschmeckt hat. Vorz\u00fcglich einfach. Geschmacklich nicht ann\u00e4hernd so vorz\u00fcglich, vom Aussehen her aber in der gleichen Preisklasse war dann Saint Seurin, eine Basilika mit sehr hohen Schiffen und einem sch\u00f6nen Lichtgaden, der nach den Bomben der Deutschen im WWII neu gemacht wurde und das wirklich gut. Auch die Krypta, die irgendwie in der Mitte der Kirche und nicht unter der Heiligkeit war, war sehr spannend, weil die glaube ich noch deutlich \u00e4lter ist, mit richtig alten Sakrophagen. Noch \u00e4lter als die Dinger waren dann die Ruinen vom Palais Gallien, die im 3. Jhd. schon verlassen wurden. Das war fr\u00fcher, vor so 2000 Jahren mal eine richtige Arena, die auch echt gro\u00df war, davon sind aber nur noch ein paar B\u00f6gen \u00fcbrig, war trotzdem spannend. Auch dass die dann irgendwie um 1600 weiter abgebaut wurden und die Umgebung bebaut wurde und die erst viel sp\u00e4ter als kulturell wichtig befunden wurden. Anyway, nach dem Besuch der Ruinen wurde die Reise fortgesetzt mit dem Jardin Public, der (\u00fcberraschenderweise) ein \u00f6ffentlicher Park ist, um den viele Wohnh\u00e4user mit sehr sch\u00f6n anzusehenden Fassaden stehen, in dem wir eine Zeit lang geh\u00e4kelt und geschrieben haben, bis wir uns auf den R\u00fcckweg gemacht haben. Der hat sich durch ein Baguette- und Bananenverzehr vor einem echt guten Stra\u00dfengtarristen noch verz\u00f6gert. Dann Zuhause wurde sich eine Kartoffel-Bohnen-Pfanne gezaubert, die \u00fcberaus wohlschmeckend war. Also wirklich \u00dcBERAUS. Nach einer Vardauungspause wurde wieder \u00fcber die Ponte gestepped, die \u00fcbrigens 17 B\u00f6gen hat, f\u00fcr jeden Buchstaben von Napoleons Namen einen. Was Pierre dann in dem Namen macht wei\u00df ich auch nicht, Mensch Pierre!! (Nachtrag, Pierre hat damit nichts zu tun, das hei\u00dft einfach nur Stein, weil das da so ein innovatives Baumaterial war lol). Wir wollten des Abends noch zu Darwin, einem Projekt von so einer Gruppe, die alte Lagerh\u00e4user restauriert und restaurant haben. Da gibt es jetzt Caf\u00e9s, eine Fahrradwerkstatt, ein Restaurant und viel Platz zum chillen und f\u00fcr Veranstaltungen. Das ist jedenfalls alles echt richtig malerisch gestaltet mit Couches und einem gro\u00dfen Holztictactoe und Vier gewinnt. Das haben wir auch beides ausprobiert und festgestellt, dass TicTacToe sehr schnell langweilig wird und vier gewinnt nicht. Als wir genug getictactoed hatten sind wir mit den geliehenen Stadtfahrr\u00e4dern nach einem kurzen Uferbesuch der Garonne wieder in die Innenstadt gefahren, weil wir zum Abend in der Stadt was essen wollten. Es ist letztendlich auf sehr leckere Falafelsandwiches hinausgelaufen, die keine Sandwiches sondern D\u00fcr\u00fcms waren. Die wurden dann vor unserer Wohnung auf dem Place Fernand Lafargue gegessen, w\u00e4hren wir das Treiben und den in der Mitte von dem auf dem Boden schlafenden Mann beobachtet haben, der irgendwann von einer nach Geld fragenden Frau um eine Pommes bestohlen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>24.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte richtig Bordeauxtag wurde wieder k\u00f6stlich begonnen mit Kaffee, den Noah zaubern durfte, was unglaublich cool ist, weil Milch mit diesem Dings aufsch\u00e4umen sich sehr professionell anf\u00fchlt. Ebenso k\u00f6stlich war unser Zusammensein mit unseren Hosts mit denen wir uns weiter unterhalten haben. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck habe ich noch in der Dusche, deren Vorhang so auf Schl\u00fcsselbeinh\u00f6he endet, geduscht und dabei Martina und Robert auf dem Balkon beobachtet. Da heute Samstag ist, ist Markt im Marc\u00e9 des Capucins. Der ist deutlich sch\u00f6ner als der in Barcelona, auch ein bisschen weniger voll und ein gutes St\u00fcck kleiner. Es gibt aber wieder St\u00e4nde mit allem, hier aber eher Lebensmittel und ein bisschen Kaffee und weniger fertige Speisen. Da sind wir ein wenig herumgeschl\u00e4ndert und haben Petersilie an einem Kr\u00e4uterstand gekauft, der einfach wunderbar gerochen hat nach Thymian, Rosmarin, Zitronenmelisse und anderen Kr\u00e4utern. Da die Cornflakes morgens schon ziemlich leer waren haben wir nach dem Markt an der Garonne nur ein bisschen geschrieben und geh\u00e4kelt und sind dann erstaunlich g\u00fcnstig Pizza essen gegangen, direkt vor dem Markt. Die war gut, ich w\u00fcrde sie von der Qualit\u00e4t so bei der in Porto einreihen, der Rand war besser, der Boden und K\u00e4se aber nicht so gut. Dann wurde die Petersilie nach Hause gebracht und Second Hand geshopped. Wir haben einige volle und sehr volle L\u00e4den besucht, in denen entweder coole teure oder nicht so coole nicht so teure Sachen waren, sodass wir wieder nichts gekauft haben. Im Dr Martens Store wurden wieder einige Schuhe anprobiert und geweint, weil es Sinclairs nicht in 46 gibt. Zum Abendmahl wurde dann ein Kartoffel-Linsen-Paprika-Eintopf zubereitet, den Pablo mit 7\u00bd von 10 bewertet hat. Mit dem und Katy haben wir an diesem Abend wieder geredet \u00fcber Zusammenkommensgeschichten, Vegetarismus und Veganismus, Freiheit, was man so erlebt hat und unsere Leben, sowie Martina und Robert, die zwar immer auf den Balkon machen, die aber inzwischen die einzigen sind und deshalb schon ins Herz geschlossen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>25.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Die D\u00fcne soll sch\u00f6n sein, deshalb geht es nach La Teste. Jean-Ives hat da eine Wohnung, in der wir schlafen k\u00f6nnen. Also ging es morgens nach Packen und Essen und Verabschieden (we\u2019ll keep enjoying, Pablo) zur Stra\u00dfenbahn, um zum Bahnhof zu fahren. Die haben wir gerade so bekommen und haben nur 5 Leute von Ticket kaufen abgehalten. Die gute Stra\u00dfenbahn hat nach zwei Stationen alle rausgeschmissen, Technische Probleme oder so, in deux minutes k\u00e4me aber eine andere. Wir hatten leider nur drei Minuten Zeit umzusteigen und die Stra\u00dfenbahn 1 Minute Versp\u00e4tung, weshalb uns das dezent gestresst hat. Der Stress war auch begr\u00fcndet, da der Zug wahrscheinlich genau dann abgefahren ist, als wir aus der Stra\u00dfenbahn gestiegen sind. Das war sehr nervig, der n\u00e4chste kommt aber in einer Stunde, so wurde vor dem Bahnhof gewartet. Im Zug wurden dann zwei Stationen vor La Teste die Tickets kontrolliert und Paulas Interrailpass war f\u00fcr den Tag trotz vorherigen Akrivierens nicht aktiviert. Daf\u00fcr hatte der freundliche Bahnmitarbeiter leider kein Verst\u00e4ndnis, sie solle n\u00e4chstes mal more careful sein und jetzt 50\u20ac Strafe zahlen. Das hat sie dann sehr mitgenommen, weil sie den zusammen mit mir aktiviert hat und der beim Bahnsteigbetreten schon fl\u00fcchtig kontrolliert wurde und 50\u20ac f\u00fcr uns jetzt schon echt viel sind. Das hat dann ein bisschen auf die mood f\u00fcr den Tag geschlagen. Wir sind aber trotzdem mit ausgeliehenen Fahrr\u00e4dern die 7km zur Dune du Pilat gefahren und haben da den Sonnenuntergang bestaunt. Die D\u00fcne ist einfach ein riesengro\u00dfer Sandhaufen, der so aussieht, als ob ein bisschen Sahara an die Atlantikk\u00fcste Frankreichs geworfen wurde. Temperaturtechnisch war es auch sehr \u00e4hnlich zu der Sahara in der Nacht, sodass wir den recht bew\u00f6lkten, kalten Himmel nur rund 45 Minuten admiriert haben. Das war trotzdem sehr sch\u00f6n und das Baguette schmeckt auch gleich ganz anders wenn man da oben chillt. Auf dem R\u00fcckweg zu den R\u00e4dern habe ich dann meine eine Socke verloren, wir dachten beim Herunterrennen der D\u00fcne, aber dem war nicht so. Ich habe auch nicht ausversehen einen Hauselfen befreit, sondern die auf den letzten Metern im Sand verloren, ebenso wie wir unsere K\u00f6rperw\u00e4rme auf der R\u00fcckfahrt. Es war trotzdem sehr befreiend mal wieder Fahrrad zu fahren f\u00fcr mehr als 10 Minuten. Nicht so befreiend war der Versuch Pl\u00e4tze im TGV nach Paris zu reservieren, nach zahlreichen Versuchen haben wir dann eine Webseite gefunden, wo das geht, das klappt auch alles gut, bis unsere Passnummern nicht akzeptiert wurden und da kann man halt auch nichts machen. So m\u00fcssen wir das morgen hoffentlich in La Teste im Pipibahnhof machen.<\/p>\n\n\n\n<p>26.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder Fahrtag. Wieder fr\u00fch aufstehen, aber nicht so fr\u00fch wie Jean-Ives, den wir nur ein einziges Mal nach dem Fahrradabhohlen getroffen haben. Nach dem Raussuchen der Verbindung haben wir dann festgestellt, dass wir entweder 2,5 Stunden oder 15 Minuten vor Abfahrt im HBF sind. So haben wir uns f\u00fcr den Fr\u00fcheren entschieden und so leicht gestresst in 10 Minuten Couscous mit Gem\u00fcse gemacht. Dann wurde zum Bahnhof geschritten und da das richtige Gleis (von zweien) rausgesucht und das auch noch bei einer wartenden Studentin verifiziert. Die nette Bahnangestellte hat uns dann in der Minute der Zuganbuhr mitgeteilt, dass ein Bus den Schienenersatzverkehr \u00fcbernimmt. Ist ja wie ganz am Anfang. Das haben wir dann auch unserer Studentin mitgeteilt, die das noch nie hatte. Mit der und einigen anderen haben wir dann auf den Bus gewartet, der ziemlich lange nicht kam. Irgendwann hat die Nette dann angeboten, dass ihre Mutter sie bald abholt und uns mit zu der Zug Station nehmen k\u00f6nnte, von der aus unser Zug nach Bordeaux f\u00e4hrt. Das haben wir dankend angenommen, dann kam allerdings schon der Reisebus nach Biganos, in den sie reingekommen ist und wir nicht (der war voll). So waren wir mit einigen \u00fcberforderten FranzosInnen wieder vorm Bahnhof und haben erleichtert festgestellt, dass ein zweiter Bus nach Biganos gerade kommt. In dem konnten wir mitfahren, der junge Busfahrer hat sein Bestes gegeben und seine Unterlippe hat mit seinen Nerven gelitten, die paar Wendeman\u00f6ver in einigen Kreiseln und Ministra\u00dfen, die nicht f\u00fcr Busse dieser Gr\u00f6\u00dfe ausgelegt und beparkt waren h\u00e4tte ich nat\u00fcrlich easy hinbekommen. Irgendwann waren wir dann jedenfalls in Biganos und mussten nur 20 Minuten warten, bis es nach Bordeaux ging. Da haben wir dann in einem Park nahe dem Bahnhof gechillt, gegessen, die Skater und Lesenden beobachtet und uns \u00fcber das sch\u00f6ne, diverse Parkdesign gefreut. Zum TGV sind wir dann problemlos gekommen, die schwerbewaffneten Polizeibeamten haben uns dann sehr nett unseren Waggon gezeigt, in dem wir gut, aber nicht so gut, wie f\u00fcr 20\u20ac pro Reservierung erwartet, sa\u00dfen. Na die Zeit ging trotzdem um und irgenwann waren wir dann in Paris. Beim Betreten befanden wir uns in gemischten Gef\u00fchlen, weil Christel, die unsere Wohnung hier vermietet, irgendwie kacke r\u00fcberkam und meinte es g\u00e4be kein WLAN. Nun, beim Ankommen stellt sich Christel nicht als 65 j\u00e4hrige, verbitterte Karen raus, sondern als eine ein bisschen von Technik \u00fcberforderte, 39 j\u00e4hrige nette Frau, die sogar ein bisschen Englisch spricht. So wurden wir in der Wohnung direkt sehr positiv \u00fcberrascht. Nach dem Einkaufen und Burgerverspeisen haben wir dann noch ordentlich rausgesucht, was wir Alles machen wollen und sonst nicht mehr viel. Noch erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich die vielen, wirklich vielen Menschen, von denen durchaus einige wirklich coole und auch wirklich ausgefallene Kleidungsstile haben, die es richtig lohnt anzugucken.<\/p>\n\n\n\n<p>27.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Den ersten richtigen Paristag haben wir mit einem entspannten Fr\u00fchst\u00fcck gestartet und haben auch gleich unsere Nudeln mit Tomatenso\u00dfe vorbereitet. Dann sind wir, nachdem wir alle Heizungen ausgemacht haben, mir der Metro sehr einfach zur Champs-\u00c9lys\u00e9es gefahren und von da aus zum Place de la Concorde gelaufen. Das Wetter war zwar ziemlich bew\u00f6lkt und es hat zwischendurch immer wieder geregnet, es war aber trotzdem sch\u00f6n. Der Place de la Concorde ist eigentlich nur so ein gro\u00dfer Platz mit einem Obelisken in der Mitte. Daf\u00fcr sind die H\u00e4user au\u00dfenrum alle sehr sch\u00f6n und so 18. jahrhundertig. Der hat uns dann nicht so \u00fcberw\u00e4ltigt, aber da haben wir das erste Mal die Gr\u00f6\u00dfe von Allem hier richtig wahrgenommen. Das kam direkt wieder, als wir \u00fcber die Champs-\u00c9lys\u00e9es zum Arc de Triomphe gegangen sind. Auf der Champs-\u00c9lys\u00e9es waren n\u00e4mlich in der Mitte ziemlich viele Autos und auf dem Fu\u00dfweg, der so 7 Meter breit war, noch viel mehr Menschen. Da an den ganzen teuren L\u00e4den vorbeizugehen ist schon seltsam und lustig. Vor dem Arc de Triomphe (sowohl zeitlich, aus auch r\u00e4umlich) haben wir dann zur Vorbereitung auf die Treppen unsere erste Portion Nudeln verspeist und dabei vermutlich ein Instagram Model beobachtet was in sehr, nun, besonderen Outfits vor dem Arc geposed hat. Ihr Freund hat sie dann mit seinem Handy gefilmt und der engagierte Fotograf mit Kamera. Dabei haben sie sich immer wieder in den schwarzen Mercedes-Van zur\u00fcckgezogen, um sich umzuziehen. Als der Regen kam wurde dann mit Regenschirm weitergeposed, wir haben uns stattdessen unter eine Bushaltestelle gestellt und uns nach dem Schauer durch die Unterf\u00fchrung auf den Bogen gewagt. Die Treppen waren hypnotische Wendeltreppen, die uns erst in und dann auf den Bogen gef\u00fchrt haben. Im Bogen drin haben wir uns dann ein Infovideo zu der Geschichte des Guten angeschaut und wie der in seiner Funktion von Verherrlichung zu Erinnerung und Reflektion umgeschw\u00e4nkt ist. Oben auf dem Teil konnten wir dann bei leicht nieseligem und recht windigem Wetter Paris von oben bewundern. Das coole an dem Arc ist, dass der so in der Mitte von sternf\u00f6rmig angelegten Stra\u00dfen liegt und man so wunderbar in ebendiese reingucken kann. Den Eiffelturm und Montmartre sieht man nat\u00fcrlich auch einfach so, die sind ja beide recht pr\u00e4gnant. Den tollen Blick haben wir dann bis uns zu kalt wurde genossen und haben danach ein Caf\u00e9 zu Tagebuchschreiben gesucht. Das durch das bew\u00f6lkte Paris laufen war echt sch\u00f6n, auch wenn das Wetter ein bisschen unangenehm war. An Ende sind wir in einem gelandet, wo es vor allem so Baklava gab, die von so schicken M\u00e4nnern in Anz\u00fcgen verkauft wurden. Da haben wir jedenfalls so 2 Stunden geschrieben, leider war das nicht so wirklich gem\u00fctlich und es hat zwischendurch immer wieder gezogen, aber wir hatten eine sch\u00f6ne Aussicht auf eine gut befahrene Kreuzung, an der man sch\u00f6n den Verkehr beobachten konnte. Nachdem und das zu kalt wurde sind wir losgelaufen, um erst am Seineufer unsere restlichen Nudeln zu essen und danach in einer englischsprachigen Bibliothek bis kurz vor 9 zu lesen. Ich muss echt mehr Mathe-B\u00fccher lesen, das war sehr spannend. Wir sind nur bis kurz vor geblieben, weil zu jeder vollen Stunde ab Sonnenuntergang der Turm so h\u00fcbsch blinkt. Zu der typischen Turmanschauwiese mussten wir nur ein paar Minuten laufen und konnen in und vor den f\u00fcnf Glitzerminuten die Paare um uns herum beim \u00fcbers Fotos machen diskutieren beobachten und einem Gitarristen beim Spielen zuh\u00f6ren. Das war sehr sch\u00f6n und lebensromantisierend, sodass wir uns das Spektakel noch von der Seineseite angucken wollten. Das war dann erstaunlich unspektakul\u00e4r und da sind wir eigentlich nur an sehr vielen Eiffelturmverk\u00e4ufern vorbeigelaufen. Deshalb sind wir dann bald an der Seine entlang geschlendert und haben uns \u00fcber die ganzen Nachtjogger gewundert. Wieder Zuhause wurde sich noch Reis-Couscous-Gem\u00fcse geg\u00f6nnt und ja.<\/p>\n\n\n\n<p>28.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Heut ist Louvre Tag. Deshalb muss fr\u00fch aufgestanden, gefr\u00fchst\u00fcckt und gemealprepped werden. Das haben wir auch alles getan und geschafft und sind dann gestresster als im Endeffekt n\u00f6tig zur U-Bahn marschiert und noch ziemlich p\u00fcnktlich an besagtem Kunstmuseum angekommen. An der kurzen Schlange konnten wir uns leider nicht anstellen, weil die f\u00fcr vor einer halben Stunde war. So mussten wir in der l\u00e4ngere Schlange ans Ende, anders als zwei junge Damen, die sich vor die Leute vor uns dr\u00e4ngeln wollten. H\u00e4tten sie ganze 10 Minuten gespart oder so. So wurden wir wieder flughafenm\u00e4\u00dfig kontrolliert und dann aber eingelassen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen die Spinde zu verstehen haben wir dann bemerkt, dass unserer einfach kaputt war, bei dem n\u00e4chsten hat dann alles toppi geklappt. Nach dem Betrachten des Plans haben wir uns dann so 5 von 20 Bereichen oder so rausgesucht, die wir uns angucken wollten. Nun, in Louvrema\u00dfst\u00e4ben sind 5\/20 Ausstellungen immer noch viiiiiiel zu viel, um die an einem Tag geb\u00fchrend anzugucken. So sind wir erst motiviert bei den Skulpturen gestartet, bei denen ich einige aus meiner Lateinzeit wiedererkannt habe, wo wir uns auch eine Menge Erkl\u00e4rungen durchgelesen haben und so. Irgendwann haben wir beschlossen, dass es genug Skulpturen waren und haben uns nach einer kurzen Orientierungsphase zu den niederl\u00e4ndischen Gem\u00e4lden begeben. Da gab es glaube ich auch meine Louvre-Favorites, die Landschaftsmalereien mit Ruinen und \u00fcberwachsenen Mauern und ein paar kleinen Menschen zu verschiedensten Jahreszeiten. Formattechnisch hat uns das gut auf die restlichen gem\u00e4lde vorbereitet, die dann doch auch auf 5m*7m Leinw\u00e4nden waren. Die fand ich aber immer nicht so schick. Im Stock darunter haben wir uns dann Napoleons durchaus \u00fcberaus sehr dolle verziertes Apartment angeschaut, was noch g\u00fcldener war als so manch eine barocke Kathedrale. Das war unglaublich beeindruckend und nicht mehr so richtig sch\u00f6n, aber wie gesagt beindruckend. Auf dem weiteren Weg zur Mona Lisa haben wir uns noch einige Edelsteine und Kronen und Karaffen aus Jade und so angeguckt und dann irgendwann den Mona Lisa Raum erreicht. Da standen sehr viele Leute an, um besagtes Kunstwerk anzuschauen. Warum eigentlich, habe ich mich mal gefragt. Nun, keine Ahnung. Da war so eine Erkl\u00e4rtafel, was in dem Gem\u00e4lde so topspitze ist, aber das hat den Hype f\u00fcr mich immer noch nicht gerechtfertigt. Gef\u00fchlt ist der bereits bestehende Hype der Grund f\u00fcr den Zuk\u00fcnftigen. Danach haben wir uns nur noch zwei Bilder aus dem Geschichtsbuch angeschaut, die Frau von der Franz\u00f6sischen Evolution, von der man die nackten Br\u00fcste sehen kann, wie schon meine Klassenkameraden in der 7. festgestellt haben und das M\u00e4dchen, das so zur Seite gedreht ist und den Betrachter anschaut. Irgendwann wars genug Kunst und es ging raus an die frische Luft. Da wurde in den G\u00e4rten die Portion Nudeln auf so Stufen unter einem Baum gegessen und unsere Nachbarn beim Von-Tauben-terrorisiert-werden beobachtet. Wir wollten dann noch eine Vintageladentour machen und danach bei Notre Dame vorbeischauen. Es war dann schon sp\u00e4ter als gewollt und wir sind nur in zwei L\u00e4den gegangen, die beide nicht so fire waren, anderes als Notre Dame vor nicht allzu langer Zeit. Das sieht man auch noch ordentlich und es gab sogar so eine risen Inf(ern)owand an dem Zaun, der die absperrt. Da hat man dann gesehen, wie die Kirche nach und w\u00e4hrend des Feuers aussah. Das war seht beeindruckend. Irgendwann haben wir uns dann so auf den Weg gemacht, dass wir es noch p\u00fcnktlich zum Eiffelturm schaffen, weil wir f\u00fcr 18:30 Uhr Tickets f\u00fcr den zweiten Stock hatten. Nachdem wir da dann durch 7 Sicherheitskontrollen gegangen sind und auf Klo waren haben wir uns auf zu der Treppe gemacht. Die war schon relativ lang, so 600 Stufen glaube ich. Es hat sich aber gelohnt. Auf der ersten Etage haben wir dann Pause gemacht und schon mal den Ausblick genossen und uns auf den noch besseren gefreut. Da konnte man halt von allen Seiten auf Paris gucken und so Sacre Ceur und so sehen. Den Triumphbogen haben wir nicht gefunden, der lag irgendwie hinter irgendwas. Im zweiten Stock war die Aussicht dann nat\u00fcrlich noch besser und wir haben sogar den Bogen gefunden, auch wenn der echt deutlich schwerer zu finden ist, als der Eiffelturm vom Bogen aus. Wir haben unseren Aufenthalt extra so gelegt, dass wir noch Paris bei Tag sehen konnten, den Sonnenuntergang miterlebt haben und danach die Blinkstunde. Das war alles so sch\u00f6n und cool, wie es klingt. Es war ein bisschen windig und auch irgendwann recht frisch, aber es ist einfach surreal da von dem Turm runterzugucken und die Stadt zu sehen und wie die sich mit dem Untergehen der Sonne ver\u00e4ndert. Als es uns dann aber doch zu kalt wurde haben wir uns im 21 Uhr Glitzern wieder auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckbegeben. Wir sind dann wieder an der Seine entlanggewalked (wegen \u201ewalks along the Seine\u201c aus Our last summer) und haben uns mit einem Baguette an eine stark befahrene Stra\u00dfe gesetzt und den Verkehr beobachtet. Das war toll und die Stimmung war einfach super, es hatte vorher geregnet und so haben sich die ganzen Lichter auf dem nassen Asphalt gespiegelt und man hat gesehen, wie alle so ihr eigenes Leben haben, was ich immer noch einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Gedanken finde. Wieder Zuhause haben wir noch eingekauft und uns Bratkartoffeln mit Bohnen gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>29.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sollte es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck direkt in die Orangerie gehen. Das ist dieses Geb\u00e4ude, in dem Monet Sachen so extra daf\u00fcr gemalt hat, wie die Wasserlilien. Beim Ankommen mussten wir dann feststellen, dass genau und auch nur heute wegen Streiks genau Monets Ausstellung geschlossen war. Es gab zwar noch die Tempor\u00e4re von Sam Szafran, f\u00fcr die sind wir aber nat\u00fcrlich nicht gekommen. Die haben wir uns dann aber trotzdem angeguckt und die war auch nicht schlecht. Aber halt nicht Monet. Danach sind wir noch ein wenig durch den Jardin des Tuileries geschlendert und haben Kastanien weggekickt. Es war generell die ganze Zeit sehr sch\u00f6n herbstlich in Paris, was ein Vibeee ist, auch wenn Paula dadurch so langsam krank geworden ist. Im Park haben wir dann irgendwann so ganz viele Leute, die sich nach ihrem Verst\u00e4ndnis vermutlich seht fashig angezogen haben gesehen und haben uns gewundert, was die hier machen. Nach ein bisschen Recherche haben wir dann rausgefunden, dass Paris Fashion Week ist und sind sehr bald auch \u00fcber das Diorhausding gestolpert, wo am Vortag die Show war. Sehr bald sind wir dann mit der Metro nach Montmatre gefahren, was nat\u00fcrlich nicht fehlen durfte. Da sind wir direkt zur Sacre Ceur gegangen und haben uns das Teil von innen und au\u00dfen angeschaut. Das war sehr beeindruckend und auch die Geschichte der Kirche, die ich jetzt nicht weiter erl\u00e4utern werde, ist sehr spannend, sich den Wikipediaeintrag durchzulesen lohnt sich. Um ein bisschen das Gef\u00fchl von Routine aufrechtzuerhalten haben wir dann bald drau\u00dfen in so einem Park bei leichtem Nieselregen unsere Nudeln mit Tomatenso\u00dfe gegessen. Dann wurde noch ein bisschen einfach so durch Montmatre gelaufen, weil das halt einfach sch\u00f6n ist und sich in Richtung eines Caf\u00e9s orientiert. Das DEVOTIONS Caf\u00e9 war dann jedenfalls das einzige Caf\u00e9, in dem wir w\u00e4hrend Interrail waren, was so hiperesque war. Da haben wir dann einen Chai Latte und einen Cappuccino getrunken, Paula hat ihr Stirnband zu Ende geh\u00e4kelt und ich habe Tagebuch geschrieben. Das war sehr entspannt und es war einfach sch\u00f6n da. Danach wurde dann weniger planhabend weitergeschlendert und irgendwann sind wir zuf\u00e4llig auf diesem K\u00fcnstlerplatz gelandet, wo wir beim Familienurlaub 2014 ein Foto gemacht haben, wo wir so auf dem Bordstein vor so einem Gel\u00e4nder sitzen. Das wollten wir dann nachfotografieren, davor aber noch Macarons kaufen und kosten. Die zwei die wir hatten waren nice, ich find die aber nicht so \u00fcbertrieben lecker und die sind schon teuer so. Vor dem Essen von denen wollten wir dann noch das Foto machen und haben dann einen Passanten mit Kamera gefragt, ob er das machen k\u00f6nnte. Der Passant hat sich dann als Alexandre entpuppt, der gerade angefangen hat zu Fotografieren. Der hat dann ein Gespr\u00e4ch angefangen und so haben wir 45 Minuten mit Alexandre unsere Leben und Erfahrungen ausgetauscht, er will n\u00e4mlich auch bald reisen und \u00fcberlegt Interrail zu machen. Das war echt ein cooles Gespr\u00e4ch, irgendwann wurden dann aber meine F\u00fc\u00dfe kalt und ich war dann doch froh, als wir unsere Macarons mit Blick auf Paris verspeisen konnten. Paula fand die so goil, dass sie f\u00fcr ihre Familie gleich noch welche mitgebracht hat. Sorry an der Stelle an meine Familie. Wir sind dann noch ein bisschen weitergegangen und haben die Sonnenuntergehende Zeit genossen und unseren letzten Parisabend betrauert. Wir sind dann noch am Moulin Rouge vorbeigekommen und haben uns Blumenkohl gekauft. Den Rest haben wir dann wieder im Monoprix bei uns zuhause gekauft und mussten aufgrund mangelnder Gew\u00fcrze auf eine Mischung aus Fertigcurry und Selbsterg\u00e4nzung ausweichen. War trotzdem lecker. Dann wurde schon bald angefangen die Rucks\u00e4cke einzur\u00e4umen und aufzur\u00e4umen und uns mental von Paris zu verabschieden. Das war hart.<\/p>\n\n\n\n<p>30.09.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Tag unserer Reise tut insbesondere in der Retrospektive weh, dass diese Wunder zu Ende geht ist echt schade. Trotzdem mussten wir relativ fr\u00fch aufstehen, haben am Abend ja schon den Gro\u00dfteil gepackt und haben so nur noch ein bisschen aufger\u00e4umt und wie gewohnt gefr\u00fchst\u00fcckt und uns essen f\u00fcr die 12 Stunden vorbereitet. Als wir dann alles hatten und Paula auch nicht ihr Ladekabel vergessen hat haben wir uns aus der Wohnung auf gemacht Richtung Bahnhof. Das hat alles gut funktioniert und wir haben die letzten zwei U-Bahn Karten unseres 10erstapels aufgebraucht. Wir mussten so 6 Mal umsteigen, in Br\u00fcssel hatten wir sogar nur 9 bzw. mit Versp\u00e4tung 7 Minuten zum Umsteigen, das hat aber auch alles gut funktioniert. Dadurch, dass unsere Einzelfahrten alle nur so 1-2 Stunden gedauert haben hat sich das nie zu lange angef\u00fchlt und war deutlich weniger nervig, als zuerst gedacht. Es war mal ein Zug voller und mal Lehrer, sonst ist eigentlich nichts Nennenswertes passiert. Ich sa\u00df allerdings im ICE nach K\u00f6ln neben einem M\u00e4dchen, das mit ihrem Papa auf reservierten Pl\u00e4tzen sa\u00df. Die haben wohl auch gerade Urlaub in Frankreich gemacht und sind sonst auch sehr international, es wurde n\u00e4mlich immer wieder mit oiu, yes und sure geantwortet, was nat\u00fcrlich sehr hip ist. Als wir dann so an einem Glaszinken in der Landschaft vorbeigefahren sind hat der gute Mann seine Serie auf dem Tablet unterbrochen und seiner Tochter kurz das Hotel, das in ebendiesem ist, gezeigt und erz\u00e4hlt, dass er da mal ein paar N\u00e4chte geschlafen hat. Auf die Frage warum, das Hotel habe ja nur 3,8 Sterne meinte er, das sei ja schon so lange her, da waren die Bewertungen noch besser. Na dann kann man sich auch auf ein 5 Sterne Hotel mit so schlechten Bewertungen einlassen. Ganz cool war noch, dass wir in K\u00f6ln ein paar mehr Minuten Zeit hatten und so vor dem Dom unser Essen verzehren konnten. Dann ging es zur vorletzten Etappe nach Hannover. Da sind dann in die S5 nach Hameln ganz viele Fu\u00dfballfans eingestiegen, weil wohl gerade ein Spiel um war, es war aber nicht ersichtlich, wer gewonnen hat. Das war schon ein seltsames Gef\u00fchl so wieder in der bekannten Bahn zu sitzen. In Hameln am Bahnhof anzukommen war dann noch seltener, weil wir gef\u00fchlt vor 3 Tagen los gefahren sind und es sich andererseits, bei genauerem Nachdenken, angef\u00fchlt hat, als w\u00e4ren wir Ewigkeiten Weg gewesen. Zuhause anzukommen, was zu essen und sich in das nicht so ganz vollst\u00e4ndig aufger\u00e4umte Zimmer zu legen, zum ersten Mal seit 6 Wochen ohne Paula, hat sich dann so normal und gewohnt angef\u00fchlt, als w\u00e4re ich nie weg gewesen. Da ist man schon mal so lange auf Reisen und ist noch bevor der Rucksack in ersten Stock ist wieder in seiner Routine. Geil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.08.2022 Eine Woche noch Wie es aussieht geht unsere Tour in einer Woche los. Es ist zwar noch kein Ticket eingekauft und Packpl\u00e4ne gibt es meines Wissens nach auch noch nicht, aber Vorfreude. 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