Portugal Tag 3

06.03.2026
Ich sitze gerade in Porto Covo am Ofen, aber fangen wir mal heute morgen an. Wir haben wieder unsere Haferflocken gefrühstückt, heute aber mit Wasser. 🙁 Dabei haben wir uns wieder ein bisschen mit dem alten Iren unterhalten. Der ist wirklich cool. Dann haben wir schnell unsere Sachen gepackt und haben uns in das beige Café neben dem Hostel gesetzt. Da haben wir auch sehr fruchtigen und leckeren Kaffee getrunken und dann festgestellt, dass wir schon fast zum Busbahnhof müssen. Also hat Lea schnell ihre Sachen geholt und los ging es. Am Busbahnhof da hatten wir noch kurz Angst, dass der Bus 12 Minuten zu früh abfährt, er ist aber nur in die Einsteig-area gefahren. Kurzer Schreck. Die Busfahrt war hübsch aber unspektakulär und irgendwann waren wir in Sines. Da haben wir nach dem Einkaufen festgestellt, dass unsere Tour aber erst 7 km nach Sines losgeht. Das hieß dann, dass wir heute 17 anstatt 10 km laufen. Start um 15:30 Uhr oder so. Dabei haben wir uns auch an der Google-Route und nicht an der Komoot-Route orientiert, was zur Folge hatte dass wir den kurzen Weg an der Bundesstraße genommen haben. Da sind wir entweder basically auf dem Standstreifen dieser Straße gegangen, oder am Sicherheitszaun neben der Erdgasförderungsanlage. Das hat sich gleichermaßen illegal angefühlt und es hat uns sehr gefreut, als diese 6 km vorbei waren. Da ging dann eine kleine Straße und gelegentliche Wanderwege los. Das war deutlich entspannter. Da hat es dann auch angefangen schön zu werden, man konnte das Meer, die Klippen und die Strände sehen. Die Wege waren ganz gut, ab und zu aber sehr sandig und dementsprechend schwierig zu gehen. Aber raus aus dem Industrieteil zu sein war so schön und die Natur halt auch. Der Nieselregen nicht so. So sind wir sehr schnellen Schrittes Richtung Porto Covo gelaufen, um nicht in der Dunkelheit anzukommen. Das hat erstaunlich gut funktioniert, auch wenn wir zwei, drei Mal über kleinere Bäche springen mussten und einmal eine eingebrochene Straße umgehen muss. Schon ein sehr ereignisreicher erster Tag. Dafür wurden wir ganz am Ende kurz vor der Stadt mit sooo einem schönen Sonnenuntergang belohnt, der sich in den tosenden großen Wellen wiedergespiegelt hat. Da standen wir kurz fünf Minuten und haben das einfach nur bewundert. Das war wirklich so crazy. Dann wurde schnell weitermarschiert, eingekauft und das Hostel bezogen. Das ist eigentlich nur ein größeres Haus mit einigen Zimmern, in den verschiedenen Wanderer:innen schlafen. Da waren schon einige Leute am Essen auch aus Deutschland. Wir sind dann erstmal angekommen und haben Dinkelnudeln mit Tomaten Tofu-Soße gemacht, was erstaunlich lecker war. Ein bisschen wurde auch geredet und sich über die schmerzenden Körperteile unterhalten, dann hat sich Lea aber hingelegt und ich Tagebuch geschrieben. Ah, ich habe auch mein Handtuch in Lissabon vergessen und muss mir morgen ein neues kaufen. So ein Mist.

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