Portugal Tag 6

Das Foto ist von Bert .

09.03.2026
Ich schlafe unter anderem wegen des schnarchenden Italieners nicht sehr gut, stehe aber mit dem Rest um 7:30 Uhr auf. Es gibt Frühstück und ich kann endlich die doofe Hafermilch aus meinem Rucksack nehmen und Haferflocken essen. In der Jugendherberge gibt es sugar Buffet Frühstück. Und Kaffee. Da sitzen Lea und ich mit Bert zusammen und essen lecker. Wir sind zwar ganz am Anfang gekommen, waren aber die letzten, die den Essaal und die Herberge verlassen haben. Wir haben trotzdem bald Leute auf dem Trail überholt, obwohl immer wieder für Klippen-, Meer- und Standfotos angehalten wurde. Zuerst Alex aus Deutschland, mit dem wir laufen und quatschen, bis wir durch den einen wait durch sind und Bert treffen, dem wir uns alle anschließen. Die Gruppe ist toll und wir unterhalten uns gut. Wir kommen auch gut voran und haben ähnliche Faszination für die Natur. Und 2 Leute, die Digitalfotografie machen. Die Kameras müssen allerdings bald eingepackt werden. Auf dem Weg nach Cavaleiro fängt es nämlich an zu nieseln. Wir außer mir packen ihre Regensachen aus und ich leite die Gruppe ins Unterholz auf dem offiziellen Weg, der nicht ganz Up to date zu sein scheint. Nach viel Gestrüpp öffnet sich der Weg wieder und wir sind wieder an der Küste. Nicht allzu bald geht es aber plötzlich sehr steil den schieferigen Berg hinunter. Der Weg führ nämlich in sehr kleinen Serpentinen runter zur Mündung des Flusses ins Meer, wo auch der einzige Ort ist, diesen zu überqueren. Also steigen wir 40 Meter hinab, gehen noch kurz auf die Erhöhung vor dem Meer und genießen den horizontal-nassen Blick auf die Wellenberge und gehen auf rutschigen Steinen über das Flüsschen über die Klippen wieder hoch. Das ist wirklich ein Abenteuer und gerade als Gruppe sehr unterhaltsam. Es geht in stärker werdenden Regen weiter und Ich sauge noch langsam vollständig voll mit Wasser. Insbesondere meine Füße mögen das nicht. Aber wir gehen weiter durch das nicht weniger werdende Nass. Nach so 1 Stunde wird es weniger und nach 1,5 hört es auf, da ist nur noch starker Wind und dann auch der nicht mehr. Wir trocknen zwar nicht, das Wasser an uns wird aber wenigstens warm. Die Klippen und die Flechte auf den Büschen und das Meer sehen in den Regenschwaden und dem Dunst noch mystischer aus, was eine Art ist, die wir so hier noch nicht gesehen haben. Das bietet ein bisschen Ablenkung vom körperlichen Unwohlsein haha. Bei einer Cookiepause verabschiedet sich Alex wieder und danach geht es heiter zu dritt weiter. Wir kommen sehr nah an zwei Storchennestern vorbei, die unfassbar groß sind. Da hat es auch unfassbar steil, aber cool. An Ende geht es wieder steil einen Berg zu einer Fischersiedlung hinab, teilweise sogar auf Stufen. Dann geht leider die Straße los, die immerhin den Rest des Weges zum zauberhaften Hostel Nature beschleunigt. Da sollen wir uns wie Zuhause fühlen, können waschen und die Schuhe von innen trocknen. Fabelhaft. Das Hostel ist auch sehr schnuckelig und toll eingerichtet und hat so viel praktischen Kram. Nach einer Dusche und 2 Doppelscheiben mit Light Frischkäse im Sandwich-Grill geht es für uns erst zum Café mit super Aussicht, wo schon Lisa ungeplant sitzt. Mit Bert sind wir dann 4, der auch in unserem Hostel ist. Da sitzen wir mit Meeresblick und haben lustige Unterhaltungen, viel auch über Sprache, nachdem wir auf dem Weg schon was über Sloweniens Geschichte gelernt haben. Das ist sehr lustig und pünktlich zum zu wolkigen, aber sehr lilanen Sonnenuntergang gehen wir raus und verabschieden uns von Lisa, die nach Sagres muss. Danach wir schnell eingekauft, es gab sogar Soja chunks. So kochen wir mit Bert und machen uns ein feines Nudeln mit Tomatensoße Abendessen. Wir reden noch mit Anna und Bert länger am Tisch und haben viel Spaß an den Themen und wieder der Sprache. Bald geht es ans aufräumen und alle machen sich langsam bettfertig, ich schreibe noch Tagebuch. Na dann, na stravje.

Portugal Tag 5

08.03.2026
Der Schlaf war auch gut zum Glück. 9 Stunden oder so. Ohne Frühstück verlassen wir das guest House und gehen Einkaufen und zu dem vorgeschlagenen Café, wo wir Pastéis de Nata (Plural von Pastel de Nata) und Cappuccino konsumieren und dann auch noch einen Käsesandwich für mich und 2 Butterbrote für Lea. Die Mini Quiche nicht zu vergessen. Da lernen wir auch von den Sanitätern, dass der Plural von Pastel de Nata halt Pastéis de Nata ist. Bald gehen wir los, wir haben uns auch schon entschieden das kleine Fährboot zu nehmen und 4 km zu sparen, sodass wir 11 laufen hehe. Es wird also entspannt. Das war auch der der Fall, wieder längere Passagen am Strand, ein paar Wege durch Busch- und Bambuswälder später machen wir bei 6 km schon Pause. Es gibt pappiges Brot mit Pesto, der Ausblick ist aber super. Es wird wieder Schiefer (also schieferiger die Klippen) und sonniger. Wir sind froh, dass es erst März ist, es ist so nämlich schon tierisch warm in der Sonne. Aber Anti-Ageing Sonnencreme, Kappe und Sonnenbrille regeln. Um zum Strand zu können, mussten wir 2 mal hoch und runter klettern, an ziemlich matschigen Stellen, wo die Treppen halb weggespült wurden. Das schaffen wir aber und es ist sehr abenteuerlich und macht Spaß. Zwischendurch treffen wir Kyle, Christoph und Julia wieder, die waren auch auf unserem Boot. Wir kommen an einem vorgelagerten Berg oder kleiner vorbei, in dem Schwalben in der abgebrochenen Wand leben, das ist richtig cool und ich sehe einen sehr grünen Schmetterling. Die Luft riecht entweder nach Meer, Sand oder Kiefern und wenn wieder die gelben Pömmelblüten von diesem einen Baum da sind auch nach Blumen. An denen erfreuen ich mich auch sehr muss ich gestehen. Die Teile im Inland sind genau so cool wie die anderen, die Botanik ist einfach soo schön. Gegen Ende schauen wir uns noch mal länger das Meer an und den Fischer, der auf einer sehr kleinen steinigen Insel in den tosenden Wellen fischt, Bier trinkt und Zigarette raucht. Einfach unfassbar cool der Mann. Da lassen wir auch ein Foto von uns machen. Nach ein bisschen Feldweg sehen wir schon das etwas heruntergekommene weiße Gebäude unserer Jugendherberge und haben schlimme Vorahnungen. Die Rezeption sieht aber ganz nett aus und die Frau da auch. So gehen wir während das Frauenzimmer (haha) noch geputzt wird auf ein Käffchen im Supermercado in die „Stadt“ die so groß ist, dass man ungefähr alle Wandernden wiedersieht und an der Richtung in die die laufen festmachen kann, wo die übernachten. Nach dem Einchecken kochen wir schnell, essen die Hälfte der Nudeln mit Bohnen-Tomatensauce und schreiten schnell ans Meer, um den Sonnenuntergang zu verpassen. Die Wolken waren leider schneller. Trotzdem ist der Himmel schön bunt. Wir sind am Strand und essen Chips und finden die Beach Bar mit Meeresblick sehr cool. Den haben wir aber auch auf der schrägen Rampe, auf der wir sitzen. Wir sitzen ein bisschen, dann rennen wir am Strand lang und ich mache meine Hose nass beim Versuch nur im Wasser zu stehen, ohne meine Hose nass zu machen. Als es dunkel wird gehen wir zurück, um geduscht die zweite Hälfte zu essen. In der Küche sind auch exakt unsere beiden Zimmer und wir kommen ins Gespräch. Vor allem mit Bert, Lisa und Anna, die heute zusammen gegangen sind. Das ist sehr witzig und ich esse noch 2 Portionen Nudeln. Dann spielen wir Karten und lachen über die Dunstabzugshaube und die termofor auf slowenisch. Es ist so ein belebter Abend und wir haben viel Spaß und sehen uns ja beim Frühstück in 8 Stunden wieder.

Portugal Tag 4

07.03.2026
So, nicht allzu spät (oder früh) wird aufgestanden, es sind aber schon alle weg, außer Julia aus Tschechien. Wir essen unsere Haferflocken, lassen uns von dem Host über die kommenden Etappen mit Karte informieren und machen uns auf, um beim Supermarkt essen und beim Orient Laden ein Handtuch zu kaufen. Das ist beides sehr erfolgreich und wir gehen bald mit Komoot los und treffen noch in Porto Covo eine Dreiergruppe von Frauen aus Deutschland. Und dann wandern wir halt. Die Landschaft ist wunderschön, das Meer ist die ganze Zeit auf unserer rechten Seite und wir sehen sowohl Steilklippen, als auch seichte Strände. Es ist ein bisschen bewölkt aber nicht zu heiß oder kalt und die Rucksäcke drücken nicht zu sehr. Wir können einige Passagen direkt auf dem Strand laufen, auf Komoot sieht es aus als wären wir im Wasser. So kann man die Steilklippen auch mal von unten beobachten, was sehr beeindruckend ist. Außerdem sind die Wellen riesig und sehen in der Ferne aus, wie galoppierende Pferde. Die Luft ist super frisch und ein bisschen diesig von Meer. Wir müssen ein paar Mal runter zum Strand und dann auch wieder hochklettern, aber alles ohne Probleme. Die Aussicht ist wirklich so atemberaubend schön, es ist links auch sehr gut begrünt mit vielen Sukkulenten und Blumen, die ich fleißig fotografiere. Sonst sind da flache Büsche oder so Bambus Wälder. Wir kommen wieder an vielen Bächen vorbei, aber ohne größere Schwierigkeiten. Der Boden ist leider öfters sandig, sodass wir mit Pausen und so gut 8 Stunden brauchen, 4,5 davon laufen wir. Wir machen 3 Pausen und essen unser Brot mit Pesto mit einer Aussicht, wow. Aber die Sonne kommt doch noch raus und es ist sehr schön. Wir haben keinen Strand in den Schuhen, genug Essen und Trinken mit und es läuft. Am Anfang laufen wir noch ein bisschen mit Julia vom Frühstück, aber nicht lange, als sie Pause macht gehen wir weiter. Wir kommen auch am Castello Covo oder so vorbei, einer alten Burg, auf die wir kostenlos drauf kommen, um noch mehr die Aussicht zu genießen. Auch sehe ich die Ruinen einer Festung auf einer kleinen, vorgelagerten Insel, die ich sehr cool finde. Die Klippen sind zum Teil sandige Erde, zum Teil Schiefer und zum Teil so Vulkangestein, das ganz ausgefranst abgenutzt ist. Sehr cool. Sonst sehen wir noch so eine vorgelagerte Felsnadel, die locker 40-60 m hoch ist und auch unfassbar cool aussieht. Unsere Füße tuen auf den letzten Kilometern weh, aber wir schaffen es, wenn auch mit etwas hungriger/genervter Ruhe am Ende. Da nähern wir uns dann Villa Nova de Milfontes, kommen an der Rua dos Coitos vorbei und kommen mit unserem frischgekauften Einkauf bei Raminhos Guesthouse an, in dem uns die nette Besitzerin erklärt, das es natürlich keine Küche gibt, völlig klar. Das ärgert mich und die Stimmung ist kurz kacke, dann duscht Lea aber und wir essen Chips zum Abendbrot und gehen einfach früh schlafen mit wenig Hunger. Den ganzen Einkauf (4-5kg) tragen wir morgen einfach mit. Die dusche war wenigstens richtig nice.

Portugal Tag 3

06.03.2026
Ich sitze gerade in Porto Covo am Ofen, aber fangen wir mal heute morgen an. Wir haben wieder unsere Haferflocken gefrühstückt, heute aber mit Wasser. 🙁 Dabei haben wir uns wieder ein bisschen mit dem alten Iren unterhalten. Der ist wirklich cool. Dann haben wir schnell unsere Sachen gepackt und haben uns in das beige Café neben dem Hostel gesetzt. Da haben wir auch sehr fruchtigen und leckeren Kaffee getrunken und dann festgestellt, dass wir schon fast zum Busbahnhof müssen. Also hat Lea schnell ihre Sachen geholt und los ging es. Am Busbahnhof da hatten wir noch kurz Angst, dass der Bus 12 Minuten zu früh abfährt, er ist aber nur in die Einsteig-area gefahren. Kurzer Schreck. Die Busfahrt war hübsch aber unspektakulär und irgendwann waren wir in Sines. Da haben wir nach dem Einkaufen festgestellt, dass unsere Tour aber erst 7 km nach Sines losgeht. Das hieß dann, dass wir heute 17 anstatt 10 km laufen. Start um 15:30 Uhr oder so. Dabei haben wir uns auch an der Google-Route und nicht an der Komoot-Route orientiert, was zur Folge hatte dass wir den kurzen Weg an der Bundesstraße genommen haben. Da sind wir entweder basically auf dem Standstreifen dieser Straße gegangen, oder am Sicherheitszaun neben der Erdgasförderungsanlage. Das hat sich gleichermaßen illegal angefühlt und es hat uns sehr gefreut, als diese 6 km vorbei waren. Da ging dann eine kleine Straße und gelegentliche Wanderwege los. Das war deutlich entspannter. Da hat es dann auch angefangen schön zu werden, man konnte das Meer, die Klippen und die Strände sehen. Die Wege waren ganz gut, ab und zu aber sehr sandig und dementsprechend schwierig zu gehen. Aber raus aus dem Industrieteil zu sein war so schön und die Natur halt auch. Der Nieselregen nicht so. So sind wir sehr schnellen Schrittes Richtung Porto Covo gelaufen, um nicht in der Dunkelheit anzukommen. Das hat erstaunlich gut funktioniert, auch wenn wir zwei, drei Mal über kleinere Bäche springen mussten und einmal eine eingebrochene Straße umgehen muss. Schon ein sehr ereignisreicher erster Tag. Dafür wurden wir ganz am Ende kurz vor der Stadt mit sooo einem schönen Sonnenuntergang belohnt, der sich in den tosenden großen Wellen wiedergespiegelt hat. Da standen wir kurz fünf Minuten und haben das einfach nur bewundert. Das war wirklich so crazy. Dann wurde schnell weitermarschiert, eingekauft und das Hostel bezogen. Das ist eigentlich nur ein größeres Haus mit einigen Zimmern, in den verschiedenen Wanderer:innen schlafen. Da waren schon einige Leute am Essen auch aus Deutschland. Wir sind dann erstmal angekommen und haben Dinkelnudeln mit Tomaten Tofu-Soße gemacht, was erstaunlich lecker war. Ein bisschen wurde auch geredet und sich über die schmerzenden Körperteile unterhalten, dann hat sich Lea aber hingelegt und ich Tagebuch geschrieben. Ah, ich habe auch mein Handtuch in Lissabon vergessen und muss mir morgen ein neues kaufen. So ein Mist.

Portugal Tag 2

05.03.2026
Gegen 8:30 Uhr oder so sind wir dann aufgestanden und haben unsere Haferflocken mit Nüssen und Orange Frühstück zubereitet. Das war erstaunlich lecker und wir haben beide eine erstaunlich große Portion geschafft. Dabei haben wir uns in einer Runde mit ungefähr fünf Deutschen über unsere Urlaube unterhalten. Das war sehr cool. Wir sind danach los zum Platz de comercao und haben die große leere Fläche bewundert und danach die nicht so große vollere Fläche im Humana. Da hat sich Lea sogar ein Langarm gekauft. Wieder von Hostel aus sind wir dann zum Startpunkt der Linie 28 gegangen, wo uns direkt eine 100m Schlange erwartet hat. Im Gespräch mit der freundlichen Ticket Frau hat sich rausgestellt, dass alle sitzen wollen. So konnten wir mit der ersten Bahn mitfahren und mussten halt stehen. War trotzdem sehr cool haha. Wir sind dann eine 20 Minuten Runde mit der getuckert und sind dann ziemlich direkt beim Café Taró ausgestiegen. Das ist wirklich so cool, da gab es so viel Kunst und so coole Möbel und so gute Kleidung und echt leckeren Kaffee und Kuchen. Der Kaffee war sehr fruchtig. Wir sind dann mit Laura noch weiter durch die Gegend spaziert und wollten eigentlich mit der 28 zurückfahren, wegen des Regens und der Uhrzeit waren die dann aber immer so überfüllt, dass wir am Ende den ganzen Weg zu Fuß gelaufen sind. Wir waren aber noch einmal auf einem anderen Aussichtspunkt und konnten wieder den Blick genießen, auch wenn es etwas diesig war. Wieder im Hostel haben wir uns von Laura verabschiedet, schnell Daal gekocht und gegessen, weil wir mit den Kanadierinnen und zwei Typen aus London in einer Bar verabredet waren, die Iago (Der Hostelbesitzer oder so) vorgeschlagen hat. So musste ich etwas schlingen, wir hatten dann aber noch knapp zwei Stunden in der Bar. Die Bar war so ein Innenhof im zweiten Stock, wo wir uns zum Glück in den überdachen Bereich ohne Nieselregen setzen konnten. Da haben wir dann so ein „wer würde eher“ Spiel gespielt, was wirklich sehr witzig war. Das war echt so ein schöner Abend und so eine lockere Runde und auf dem Rückweg haben wir uns noch sehr witzig weiter unterhalten. Es war richtig schade, als wir im Treppenhaus leise sein muss und Tschüss gesagt haben. So ist es nun mal. Dafür haben wir direkt unsere neuen Zimmer Nachbarinnen kennengelernt und mit denen noch kurz geflüstert. Dann ging es auch schon ins Bett.

Portugal Tag 1

04.03.2024
Wecker um 5:30 Uhr oder so hat gar nicht geschmeckt, 2 kg Börek von dem türkischen Bäcker aber sehr wohl. Von denen haben wir uns auch wortwörtlich den gesamten Tag ernährt. Die Bahn zum Flughafen hatte dann auch Verspätung, so dass wir froh waren 20 Minuten mehr eingeplant zu haben. Am Flughafen hat Lea dann in der sicherheitskontrolle festgestellt dass 7 Taschen mit Kosmetik zu viel sind und sie musste noch ein paar zu mir legen haha. Der Börek und die Äpfel haben die Security zwar suspicious gemacht, aber es hat alles geklappt. Wir waren natürlich zu früh im Flughafen und haben noch Zeit einen Kaffee zu trinken. Dann wurde schon gebordet und wir konnten auf unseren kostenlos nebeneinander reservierten Sitzplätzen Platz nehmen. Der Flug war lief ohne große Probleme, am Start und bei der Landung, die etwas ruckelig waren, hat sich Lea aber gut an mir festgehalten. Mit ohne große Probleme meine ich, dass mir schwindelig und eiskalt schwitzig war und mein Kreislauf gar keine Lust hatte, weil ich überhaupt nichts Süßes gegessen habe. Deshalb musste ich dann zu den Flugbegleitern nach vorne, mich da hinsetzen und habe sogar Schokolade und Wasser bekommen, bis ich nicht mehr komplett weiß war. Das wieder besser werden war sehr schön, dann war der Rest des Fluges auch keine Tortur mehr. In Lissabon war das Wetter dann wie in Deutschland, also echt gut. Da sind wir direkt mit der Tram in einen „Studistadteil“ gefahren, in dem nichts los war. Deshalb sind wir dann weiter in den Westen von Barrio Alto gefahren und haben da bald ein süßes Kaffee an der Ecke gefunden, indem es halbso viele Angestellte gab wie Kunden. So haben wir da Wasser nach geschenkt bekommen, wenn wir 1 cm getrunken haben haha. War schon cool, auch die Bedienung. Und die Ministraße war sehr befahren und es war viel los. Dann wollten wir nach Barrio Alto und haben festgestellt, dass die Straße dahin süßer ist und mehr Secondhand Shops und Cafés hat, als das Viertel selber. Aber die ganzen bunten Fliesenfaçaden gibt es überall, so zuckersüß. Weil uns das nicht so abgeholt hat sind wir weiter über schöne Plätze und Straßen und durch eine Kirche in Richtung Innenstadt gegangen und dann bald in unserem Hostel im vierten Stock gelandet. Das ist einfach so unfassbar süß, wir haben eine sehr persönliche Einleitung bekommen zusammen mit 2 Kanadierinnen. Da wollten die uns zwar ein paar teure Trips andrehen, aber wir konnten das Meiste lassen. Für den pub crawl haben wir uns trotzdem angemeldet. Nachdem wir weiter durch die Stadt gegangen sind und in der zweiten Hälfte des Tages dann in Alfama waren und dort das Café da Garagem getestet haben (sehr süß und schöner Ausblick) sind wir aber Abends zum Treffen im Hostel im sechsten Stock dazu gestoßen. Davor waren wir aber noch auf einem coolen Aussichtspunkt und haben Lissabon von oben bei Nacht sehen können, was einfach so ein schöner Ausblick war. Im Hostel haben wir mit ein paar Leuten inklusive unserer Zimmer Mitbewohnerin Laura aus Krakau und den Kanadierinnen in größerer Runde größer oder kleiner gespielt. Das war sehr lustig, das hat sich aber bald in einzelne Konversationen verlaufen, bis alle motiviert wurden in die Bar mitzzkommen. Das waren erstaunlich viele und dann wurde sich noch mit den Leuten aus dem We fucking hate Tourists hostel zusammengeschlossen. Das war eine sehr lustige große Runde und wir haben mit vielen Leuten aus verschiedenen Ländern gequatscht. Nach der zweiten Bar um 0:30 Uhr sind Lea, Laura und ich dann aber nach Hause gegangen. Sehr zu meiner Freude. Da habe ich mich noch sehr schön mit Laura unterhalten.

Der vierzigste Tag

Der letzte Tag unserer Reise tut insbesondere in der Retrospektive weh, dass diese Wunder zu Ende geht ist echt schade. Trotzdem mussten wir relativ früh aufstehen, haben am Abend ja schon den Großteil gepackt und haben so nur noch ein bisschen aufgeräumt und wie gewohnt gefrühstückt und uns essen für die 12 Stunden vorbereitet. Als wir dann alles hatten und Paula auch nicht ihr Ladekabel vergessen hat haben wir uns aus der Wohnung auf gemacht Richtung Bahnhof. Das hat alles gut funktioniert und wir haben die letzten zwei U-Bahn Karten unseres 10erstapels aufgebraucht. Wir mussten so 6 Mal umsteigen, in Brüssel hatten wir sogar nur 9 bzw. mit Verspätung 7 Minuten zum Umsteigen, das hat aber auch alles gut funktioniert. Dadurch, dass unsere Einzelfahrten alle nur so 1-2 Stunden gedauert haben hat sich das nie zu lange angefühlt und war deutlich weniger nervig, als zuerst gedacht. Es war mal ein Zug voller und mal Lehrer, sonst ist eigentlich nichts Nennenswertes passiert. Ich saß allerdings im ICE nach Köln neben einem Mädchen, das mit ihrem Papa auf reservierten Plätzen saß. Die haben wohl auch gerade Urlaub in Frankreich gemacht und sind sonst auch sehr international, es wurde nämlich immer wieder mit oiu, yes und sure geantwortet, was natürlich sehr hip ist. Als wir dann so an einem Glaszinken in der Landschaft vorbeigefahren sind hat der gute Mann seine Serie auf dem Tablet unterbrochen und seiner Tochter kurz das Hotel, das in ebendiesem ist, gezeigt und erzählt, dass er da mal ein paar Nächte geschlafen hat. Auf die Frage warum, das Hotel habe ja nur 3,8 Sterne meinte er, das sei ja schon so lange her, da waren die Bewertungen noch besser. Na dann kann man sich auch auf ein 5 Sterne Hotel mit so schlechten Bewertungen einlassen. Ganz cool war noch, dass wir in Köln ein paar mehr Minuten Zeit hatten und so vor dem Dom unser Essen verzehren konnten. Dann ging es zur vorletzten Etappe nach Hannover. Da sind dann in die S5 nach Hameln ganz viele Fußballfans eingestiegen, weil wohl gerade ein Spiel um war, es war aber nicht ersichtlich, wer gewonnen hat. Das war schon ein seltsames Gefühl so wieder in der bekannten Bahn zu sitzen. In Hameln am Bahnhof anzukommen war dann noch seltener, weil wir gefühlt vor 3 Tagen los gefahren sind und es sich andererseits, bei genauerem Nachdenken, angefühlt hat, als wären wir Ewigkeiten Weg gewesen. Zuhause anzukommen, was zu essen und sich in das nicht so ganz vollständig aufgeräumte Zimmer zu legen, zum ersten Mal seit 6 Wochen ohne Paula, hat sich dann so normal und gewohnt angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen. Da ist man schon mal so lange auf Reisen und ist noch bevor der Rucksack in ersten Stock ist wieder in seiner Routine. Geil.

Der neununddreißigste Tag

Heute sollte es nach dem Frühstück direkt in die Orangerie gehen. Das ist dieses Gebäude, in dem Monet Sachen so extra dafür gemalt hat, wie die Wasserlilien. Beim Ankommen mussten wir dann feststellen, dass genau und auch nur heute wegen Streiks genau Monets Ausstellung geschlossen war. Es gab zwar noch die Temporäre von Sam Szafran, für die sind wir aber natürlich nicht gekommen. Die haben wir uns dann aber trotzdem angeguckt und die war auch nicht schlecht. Aber halt nicht Monet. Danach sind wir noch ein wenig durch den Jardin des Tuileries geschlendert und haben Kastanien weggekickt. Es war generell die ganze Zeit sehr schön herbstlich in Paris, was ein Vibeee ist, auch wenn Paula dadurch so langsam krank geworden ist. Im Park haben wir dann irgendwann so ganz viele Leute, die sich nach ihrem Verständnis vermutlich seht fashig angezogen haben gesehen und haben uns gewundert, was die hier machen. Nach ein bisschen Recherche haben wir dann rausgefunden, dass Paris Fashion Week ist und sind sehr bald auch über das Diorhausding gestolpert, wo am Vortag die Show war. Sehr bald sind wir dann mit der Metro nach Montmatre gefahren, was natürlich nicht fehlen durfte. Da sind wir direkt zur Sacre Ceur gegangen und haben uns das Teil von innen und außen angeschaut. Das war sehr beeindruckend und auch die Geschichte der Kirche, die ich jetzt nicht weiter erläutern werde, ist sehr spannend, sich den Wikipediaeintrag durchzulesen lohnt sich. Um ein bisschen das Gefühl von Routine aufrechtzuerhalten haben wir dann bald draußen in so einem Park bei leichtem Nieselregen unsere Nudeln mit Tomatensoße gegessen. Dann wurde noch ein bisschen einfach so durch Montmatre gelaufen, weil das halt einfach schön ist und sich in Richtung eines Cafés orientiert. Das DEVOTIONS Café war dann jedenfalls das einzige Café, in dem wir während Interrail waren, was so hiperesque war. Da haben wir dann einen Chai Latte und einen Cappuccino getrunken, Paula hat ihr Stirnband zu Ende gehäkelt und ich habe Tagebuch geschrieben. Das war sehr entspannt und es war einfach schön da. Danach wurde dann weniger planhabend weitergeschlendert und irgendwann sind wir zufällig auf diesem Künstlerplatz gelandet, wo wir beim Familienurlaub 2014 ein Foto gemacht haben, wo wir so auf dem Bordstein vor so einem Geländer sitzen. Das wollten wir dann nachfotografieren, davor aber noch Macarons kaufen und kosten. Die zwei die wir hatten waren nice, ich find die aber nicht so übertrieben lecker und die sind schon teuer so. Vor dem Essen von denen wollten wir dann noch das Foto machen und haben dann einen Passanten mit Kamera gefragt, ob er das machen könnte. Der Passant hat sich dann als Alexandre entpuppt, der gerade angefangen hat zu Fotografieren. Der hat dann ein Gespräch angefangen und so haben wir 45 Minuten mit Alexandre unsere Leben und Erfahrungen ausgetauscht, er will nämlich auch bald reisen und überlegt Interrail zu machen. Das war echt ein cooles Gespräch, irgendwann wurden dann aber meine Füße kalt und ich war dann doch froh, als wir unsere Macarons mit Blick auf Paris verspeisen konnten. Paula fand die so goil, dass sie für ihre Familie gleich noch welche mitgebracht hat. Sorry an der Stelle an meine Familie. Wir sind dann noch ein bisschen weitergegangen und haben die Sonnenuntergehende Zeit genossen und unseren letzten Parisabend betrauert. Wir sind dann noch am Moulin Rouge vorbeigekommen und haben uns Blumenkohl gekauft. Den Rest haben wir dann wieder im Monoprix bei uns zuhause gekauft und mussten aufgrund mangelnder Gewürze auf eine Mischung aus Fertigcurry und Selbstergänzung ausweichen. War trotzdem lecker. Dann wurde schon bald angefangen die Rucksäcke einzuräumen und aufzuräumen und uns mental von Paris zu verabschieden. Das war hart.

Der achtunddreißigste Tag

Heut ist Louvre Tag. Deshalb muss früh aufgestanden, gefrühstückt und gemealprepped werden. Das haben wir auch alles getan und geschafft und sind dann gestresster als im Endeffekt nötig zur U-Bahn marschiert und noch ziemlich pünktlich an besagtem Kunstmuseum angekommen. An der kurzen Schlange konnten wir uns leider nicht anstellen, weil die für vor einer halben Stunde war. So mussten wir in der längere Schlange ans Ende, anders als zwei junge Damen, die sich vor die Leute vor uns drängeln wollten. Hätten sie ganze 10 Minuten gespart oder so. So wurden wir wieder flughafenmäßig kontrolliert und dann aber eingelassen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen die Spinde zu verstehen haben wir dann bemerkt, dass unserer einfach kaputt war, bei dem nächsten hat dann alles toppi geklappt. Nach dem Betrachten des Plans haben wir uns dann so 5 von 20 Bereichen oder so rausgesucht, die wir uns angucken wollten. Nun, in Louvremaßstäben sind 5/20 Ausstellungen immer noch viiiiiiel zu viel, um die an einem Tag gebührend anzugucken. So sind wir erst motiviert bei den Skulpturen gestartet, bei denen ich einige aus meiner Lateinzeit wiedererkannt habe, wo wir uns auch eine Menge Erklärungen durchgelesen haben und so. Irgendwann haben wir beschlossen, dass es genug Skulpturen waren und haben uns nach einer kurzen Orientierungsphase zu den niederländischen Gemälden begeben. Da gab es glaube ich auch meine Louvre-Favorites, die Landschaftsmalereien mit Ruinen und überwachsenen Mauern und ein paar kleinen Menschen zu verschiedensten Jahreszeiten. Formattechnisch hat uns das gut auf die restlichen gemälde vorbereitet, die dann doch auch auf 5m*7m Leinwänden waren. Die fand ich aber immer nicht so schick. Im Stock darunter haben wir uns dann Napoleons durchaus überaus sehr dolle verziertes Apartment angeschaut, was noch güldener war als so manch eine barocke Kathedrale. Das war unglaublich beeindruckend und nicht mehr so richtig schön, aber wie gesagt beindruckend. Auf dem weiteren Weg zur Mona Lisa haben wir uns noch einige Edelsteine und Kronen und Karaffen aus Jade und so angeguckt und dann irgendwann den Mona Lisa Raum erreicht. Da standen sehr viele Leute an, um besagtes Kunstwerk anzuschauen. Warum eigentlich, habe ich mich mal gefragt. Nun, keine Ahnung. Da war so eine Erklärtafel, was in dem Gemälde so topspitze ist, aber das hat den Hype für mich immer noch nicht gerechtfertigt. Gefühlt ist der bereits bestehende Hype der Grund für den Zukünftigen. Danach haben wir uns nur noch zwei Bilder aus dem Geschichtsbuch angeschaut, die Frau von der Französischen Evolution, von der man die nackten Brüste sehen kann, wie schon meine Klassenkameraden in der 7. festgestellt haben und das Mädchen, das so zur Seite gedreht ist und den Betrachter anschaut. Irgendwann wars genug Kunst und es ging raus an die frische Luft. Da wurde in den Gärten die Portion Nudeln auf so Stufen unter einem Baum gegessen und unsere Nachbarn beim Von-Tauben-terrorisiert-werden beobachtet. Wir wollten dann noch eine Vintageladentour machen und danach bei Notre Dame vorbeischauen. Es war dann schon später als gewollt und wir sind nur in zwei Läden gegangen, die beide nicht so fire waren, anderes als Notre Dame vor nicht allzu langer Zeit. Das sieht man auch noch ordentlich und es gab sogar so eine risen Inf(ern)owand an dem Zaun, der die absperrt. Da hat man dann gesehen, wie die Kirche nach und während des Feuers aussah. Das war seht beeindruckend. Irgendwann haben wir uns dann so auf den Weg gemacht, dass wir es noch pünktlich zum Eiffelturm schaffen, weil wir für 18:30 Uhr Tickets für den zweiten Stock hatten. Nachdem wir da dann durch 7 Sicherheitskontrollen gegangen sind und auf Klo waren haben wir uns auf zu der Treppe gemacht. Die war schon relativ lang, so 600 Stufen glaube ich. Es hat sich aber gelohnt. Auf der ersten Etage haben wir dann Pause gemacht und schon mal den Ausblick genossen und uns auf den noch besseren gefreut. Da konnte man halt von allen Seiten auf Paris gucken und so Sacre Ceur und so sehen. Den Triumphbogen haben wir nicht gefunden, der lag irgendwie hinter irgendwas. Im zweiten Stock war die Aussicht dann natürlich noch besser und wir haben sogar den Bogen gefunden, auch wenn der echt deutlich schwerer zu finden ist, als der Eiffelturm vom Bogen aus. Wir haben unseren Aufenthalt extra so gelegt, dass wir noch Paris bei Tag sehen konnten, den Sonnenuntergang miterlebt haben und danach die Blinkstunde. Das war alles so schön und cool, wie es klingt. Es war ein bisschen windig und auch irgendwann recht frisch, aber es ist einfach surreal da von dem Turm runterzugucken und die Stadt zu sehen und wie die sich mit dem Untergehen der Sonne verändert. Als es uns dann aber doch zu kalt wurde haben wir uns im 21 Uhr Glitzern wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbegeben. Wir sind dann wieder an der Seine entlanggewalked (wegen „walks along the Seine“ aus Our last summer) und haben uns mit einem Baguette an eine stark befahrene Straße gesetzt und den Verkehr beobachtet. Das war toll und die Stimmung war einfach super, es hatte vorher geregnet und so haben sich die ganzen Lichter auf dem nassen Asphalt gespiegelt und man hat gesehen, wie alle so ihr eigenes Leben haben, was ich immer noch einen überwältigenden Gedanken finde. Wieder Zuhause haben wir noch eingekauft und uns Bratkartoffeln mit Bohnen gemacht.

Der siebenunddreißigste Tag

Den ersten richtigen Paristag haben wir mit einem entspannten Frühstück gestartet und haben auch gleich unsere Nudeln mit Tomatensoße vorbereitet. Dann sind wir, nachdem wir alle Heizungen ausgemacht haben, mir der Metro sehr einfach zur Champs-Élysées gefahren und von da aus zum Place de la Concorde gelaufen. Das Wetter war zwar ziemlich bewölkt und es hat zwischendurch immer wieder geregnet, es war aber trotzdem schön. Der Place de la Concorde ist eigentlich nur so ein großer Platz mit einem Obelisken in der Mitte. Dafür sind die Häuser außenrum alle sehr schön und so 18. jahrhundertig. Der hat uns dann nicht so überwältigt, aber da haben wir das erste Mal die Größe von Allem hier richtig wahrgenommen. Das kam direkt wieder, als wir über die Champs-Élysées zum Arc de Triomphe gegangen sind. Auf der Champs-Élysées waren nämlich in der Mitte ziemlich viele Autos und auf dem Fußweg, der so 7 Meter breit war, noch viel mehr Menschen. Da an den ganzen teuren Läden vorbeizugehen ist schon seltsam und lustig. Vor dem Arc de Triomphe (sowohl zeitlich, aus auch räumlich) haben wir dann zur Vorbereitung auf die Treppen unsere erste Portion Nudeln verspeist und dabei vermutlich ein Instagram Model beobachtet was in sehr, nun, besonderen Outfits vor dem Arc geposed hat. Ihr Freund hat sie dann mit seinem Handy gefilmt und der engagierte Fotograf mit Kamera. Dabei haben sie sich immer wieder in den schwarzen Mercedes-Van zurückgezogen, um sich umzuziehen. Als der Regen kam wurde dann mit Regenschirm weitergeposed, wir haben uns stattdessen unter eine Bushaltestelle gestellt und uns nach dem Schauer durch die Unterführung auf den Bogen gewagt. Die Treppen waren hypnotische Wendeltreppen, die uns erst in und dann auf den Bogen geführt haben. Im Bogen drin haben wir uns dann ein Infovideo zu der Geschichte des Guten angeschaut und wie der in seiner Funktion von Verherrlichung zu Erinnerung und Reflektion umgeschwänkt ist. Oben auf dem Teil konnten wir dann bei leicht nieseligem und recht windigem Wetter Paris von oben bewundern. Das coole an dem Arc ist, dass der so in der Mitte von sternförmig angelegten Straßen liegt und man so wunderbar in ebendiese reingucken kann. Den Eiffelturm und Montmartre sieht man natürlich auch einfach so, die sind ja beide recht prägnant. Den tollen Blick haben wir dann bis uns zu kalt wurde genossen und haben danach ein Café zu Tagebuchschreiben gesucht. Das durch das bewölkte Paris laufen war echt schön, auch wenn das Wetter ein bisschen unangenehm war. An Ende sind wir in einem gelandet, wo es vor allem so Baklava gab, die von so schicken Männern in Anzügen verkauft wurden. Da haben wir jedenfalls so 2 Stunden geschrieben, leider war das nicht so wirklich gemütlich und es hat zwischendurch immer wieder gezogen, aber wir hatten eine schöne Aussicht auf eine gut befahrene Kreuzung, an der man schön den Verkehr beobachten konnte. Nachdem und das zu kalt wurde sind wir losgelaufen, um erst am Seineufer unsere restlichen Nudeln zu essen und danach in einer englischsprachigen Bibliothek bis kurz vor 9 zu lesen. Ich muss echt mehr Mathe-Bücher lesen, das war sehr spannend. Wir sind nur bis kurz vor geblieben, weil zu jeder vollen Stunde ab Sonnenuntergang der Turm so hübsch blinkt. Zu der typischen Turmanschauwiese mussten wir nur ein paar Minuten laufen und konnen in und vor den fünf Glitzerminuten die Paare um uns herum beim übers Fotos machen diskutieren beobachten und einem Gitarristen beim Spielen zuhören. Das war sehr schön und lebensromantisierend, sodass wir uns das Spektakel noch von der Seineseite angucken wollten. Das war dann erstaunlich unspektakulär und da sind wir eigentlich nur an sehr vielen Eiffelturmverkäufern vorbeigelaufen. Deshalb sind wir dann bald an der Seine entlang geschlendert und haben uns über die ganzen Nachtjogger gewundert. Wieder Zuhause wurde sich noch Reis-Couscous-Gemüse gegönnt und ja.